Präsidentin Claudia Sheinbaum und Innenministerin Rosa Icela Rodríguez bekundeten die Bereitschaft der mexikanischen Regierung zur Zusammenarbeit mit dem UN-Hochkommissar für Menschenrechte Volker Türk während dessen Besuch in der kommenden Woche. Türk wird mit Regierungsvertretern, Kollektiven von Angehörigen Vermisster sowie Organisationen zusammentreffen. Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund von Meinungsverschiedenheiten bezüglich eines Berichts des UN-Ausschusses gegen das Verschwindenlassen.
Präsidentin Claudia Sheinbaum kündigte in ihrer Pressekonferenz am Donnerstagmorgen an, dass sie sich in der kommenden Woche mit Hochkommissar Volker Türk treffen werde, der die Krise der vermissten Personen in Mexiko bewerten wird, deren Zahl mehr als 133.000 Fälle beträgt. Sheinbaum erklärte, dass das Innen- und das Außenministerium Türk über die Maßnahmen zur Unterstützung der Opfer und zur Bekämpfung des mit kriminellen Gruppen in Verbindung stehenden Verbrechens informieren werden. „Wir werden sehen, auf welche Weise wir zusammenarbeiten können, um den Opfern zu helfen“, so die Präsidentin. Sie hob die Arbeit der Opfer- und Suchkommissionen sowie die Treffen von Innenministerin Rosa Icela Rodríguez mit den Kollektiven hervor. Rodríguez betonte: „Wir sind bereit, mit allen internationalen Organisationen zusammenzuarbeiten und Hand in Hand zu arbeiten.“ Die Regierung weist jedoch die Schlussfolgerungen des Ausschusses gegen das Verschwindenlassen (CED) zurück, der das Verschwindenlassen als mögliches Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft hatte, mit der Begründung, dass ihre Informationen und jüngste Maßnahmen wie Gesetzesreformen ignoriert worden seien. Familien vermisster Personen fordern Türk auf, die Feststellung des CED zu unterstützen und an den UN-Generalsekretär weiterzuleiten. Der Besuch fällt mit dem jüngsten Fund von menschlichen Überresten durch Suchkollektive zusammen.