Militärstaatsanwaltschaft: Säureangriff auf Andrie Yunus basierte auf persönlichem Groll

Die Militärstaatsanwaltschaft II-07 in Jakarta gibt an, dass das Motiv hinter dem Säureangriff von vier TNI-Soldaten auf den KontraS-Aktivisten Andrie Yunus persönlicher Groll war. Der Fall wurde unter Protesten von Interessengruppen an das Militärgericht II-08 in Jakarta übergeben. Die erste Anhörung ist für den 29. April angesetzt.

Vier TNI-Soldaten werden beschuldigt, den KontraS-Aktivisten Andrie Yunus mit Schwefelsäure übergossen zu haben. Oberst Chk Andri Wijaya, Leiter der Militärstaatsanwaltschaft II-07 in Jakarta, enthüllte, dass das Motiv laut Untersuchungsakten auf einem persönlichen Groll beruht. Dies steht im Zusammenhang damit, dass Andrie Yunus 2025 in eine nichtöffentliche Sitzung zu Änderungen des TNI-Gesetzes in einem Hotel in Jakarta eingedrungen war.

"Was das Motiv betrifft, so haben wir bisher durch den Untersuchungsbericht (BAP) ermittelt, dass das Motiv der Angeklagten weiterhin ein persönlicher Groll gegen Herrn AY ist", sagte Andri Wijaya, nachdem er die Akte am Donnerstag (16. April 2026) an das Militärgericht II-08 in Jakarta übergeben hatte.

Die Fallakte und die Beweismittel wurden offiziell übergeben, womit die Zuständigkeit an das Gericht überging. Wijaya betonte, dass das Motiv noch nicht endgültig sei und im Prozess geprüft werde; bei neuen Fakten, einschließlich einer möglichen Beteiligung Dritter, könnten weitere Untersuchungen folgen.

Das Advocacy Team for Democracy (TAUD) protestiert gegen die Verhandlung vor dem Militärgericht. Der Vorsitzende der YLBHI, Muhamad Isnur, kritisierte den Mangel an Transparenz bei der TNI-Einheit Pushpom und der Militärstaatsanwaltschaft sowie die Missachtung der Opferrechte. "Andrie Yunus als Opfer hat sich dagegen ausgesprochen, dass sein Fall vor dem Militärgericht verhandelt wird, da es ein Ort der Straflosigkeit ist", sagte Isnur.

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