Der suspendierte Minister Marco Buzzi sagte am Montag (15.) vor einer Kommission des Superior Court of Justice aus, die Beschwerden wegen sexueller Belästigung gegen ihn untersucht. Laut seinem Anwalt wies er die Anschuldigungen zurück und legte Beweise vor.
Buzzi traf gegen 17:20 Uhr in Begleitung von Anwälten am STJ ein. Beim Passieren der Journalisten verdeckte er sein Gesicht mit Unterlagen. Die Aussage ist Teil einer internen Untersuchung, die das Gericht nach Anschuldigungen einer 18-jährigen Frau und eines Gerichtsmitarbeiters eingeleitet hatte.
Rechtsanwalt Paulo Emílio Catta Preta erklärte nach der Anhörung, dass Buzzi die Vorwürfe bestritten und Terminkalender sowie Arbeitszeitnachweise vorgelegt habe, um zu belegen, dass die Taten nicht hätten stattfinden können. Er verwies zudem auf Zeugen und Videos, die der Beschwerde bezüglich eines Vorfalls am Strand von Balneário Camboriú widersprechen.
Die Kommission hat bereits etwa 20 Personen angehört. Buzzi ist seit dem 10. Februar suspendiert und sieht sich zudem einem Verfahren vor dem STF sowie einer Untersuchung durch den CNJ gegenüber. Die Verteidigung wird Zeit haben, neue Beweise zu beantragen, bevor der Bericht dem STJ-Plenum vorgelegt wird.