Die Nationalbank von Äthiopien gab am 25. Mai 2026 Änderungen bekannt, die es Banken ermöglichen, Akkreditive für bestimmte Kunden ohne vorherige Genehmigung der Zentralbank zu genehmigen.
Die Nationalbank von Äthiopien hat ihre Devisenrichtlinie aktualisiert. Geschäftsbanken können nun Akkreditive und Dokumente gegen Barzahlung (Cash Against Documents) für Inhaber von Fremdwährungs- und Rücklagekonten genehmigen, ohne eine vorherige Zustimmung der Zentralbank einzuholen.
Die Überarbeitungen verlangen von den Banken außerdem, Gebühren auf einer annualisierten Pro-rata-Basis innerhalb bestehender Höchstgrenzen zu standardisieren. Diese Maßnahmen sind Teil des Übergangs zu einem marktbasierten Devisenregime, der im Juli 2024 begann.
Kontoinhaber können Lieferungen ohne vorherige Genehmigung der Bank einleiten, obwohl für Zahlungen weiterhin eine Dokumentenprüfung erforderlich ist. Die Nationalbank von Äthiopien erklärte, dass die Änderungen darauf abzielen, Engpässe zu beseitigen und Kosten für Importeure und Exporteure zu senken.
Die Zentralbank teilte mit, dass sie den Devisenmarkt weiterhin beobachten und bei Bedarf weitere Schritte zur Aufrechterhaltung der Stabilität unternehmen werde.