Nationalbank von Äthiopien kündigt große Devisenliberalisierungen an

Die Nationalbank von Äthiopien hat am 11. Februar 2026 wichtige Devisenliberalisierungen angekündigt, um die Effizienz und Transparenz des Marktes zu steigern. Diese Maßnahmen bauen auf makroökonomischen Reformen auf und folgen Empfehlungen des IWF. Bemerkenswert ist, dass Dienstleistungsexporteur nun 100 Prozent ihrer Einnahmen unbegrenzt behalten können und die Bureau-Grenzen angehoben wurden.

Die Nationalbank von Äthiopien (NBE) hat am 11. Februar 2026 bedeutende Liberalisierungen des Devisenmarktes enthüllt, als Teil des laufenden makroökonomischen Reformprogramms des Landes. Basierend auf Politikempfehlungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zielen diese Änderungen darauf ab, einen freieren, transparenten und effizienteren Devisenmarkt zu fördern, der den Übergang Äthiopiens vom Status des Artikel XIV zum Artikel VIII des IWF unterstützt. Dienstleistungsexporteure können nun 100 Prozent ihrer Einnahmen in Devisenrücklagenkonten ohne zeitliche Einschränkungen behalten, was eine Abkehr von früheren Grenzen darstellt. Die frühere Mindestanforderung von 100 USD für die Eröffnung von Überweisungskonten wurde aufgehoben. Individuen und Familien genießen nun größere Freiheit, Devisen für Zwecke wie Bildung, Gesundheitswesen, Reisen und andere Ausgaben zu verwenden, vorausgesetzt, rechtliche Dokumente werden eingereicht. Äthiopier im Ausland können bis zu 3.000 USD finanzielle Unterstützung für ihre Familien erhalten. Rückkehrende Einwohner dürfen beliebige Mengen an Fremdwährung, die sie ins Land bringen, in Banken oder Bureaus ohne Einschränkungen umtauschen oder einzahlen. Gewinnorientierte Organisationen und NGOs können Devisen in verschiedenen Kontotypen – Giro, Sparkonto oder zeitlich begrenzt – ohne Verfallsdatum halten. Direkte ausländische Investoren, Botschaften und internationale Institutionen dürfen Konten bei Geschäftsbanken eröffnen. Inlandseinrichtungen können nun Investitionen ins Ausland über NBE-Zulassungen leiten. Geschäftsbanken sind berechtigt, global akzeptierte Zahlungskarten mit Devisenkonten für grenzüberschreitende Transaktionen, einschließlich E-Commerce, auszustellen und ausgehende Überweisungen ohne vorherige NBE-Genehmigung zu bearbeiten. Devisenbüros sehen ihre Bargeldhaltungsgrenze von 15 Prozent auf 25 Prozent des eingezahlten Kapitals plus Reserven angehoben. NBE-Vertreter erklären, dass diese Reformen die Markttiefe steigern, legale Finanzflüsse stärken, illegale Geschäfte bekämpfen und die äthiopische Wirtschaft an globale Standards angleichen werden.

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