Neuer Dokumentarfilm verfolgt Wikinger-Erkundungen in Nordamerika

Eine in Manitoba produzierte Dokumentarserie, Quest for the Lost Vikings, untersucht die nordische Aktivität in Kanada und den USA. Die achtteilige Sendung folgt den Entdeckern Johan Sigurdson und David Collette, die historische Spuren mit modernster Technologie untersuchen. Sie beleuchtet die frühen Interaktionen zwischen Wikingern und indigenen Völkern und stellt traditionelle Erzählungen der europäischen Entdeckung infrage.

Die Serie Quest for the Lost Vikings taucht tief in die nordische Präsenz in Nordamerika vor über einem Jahrtausend ein. In Manitoba produziert, feierte sie am 4. Januar Premiere auf Super Channel und ist auf Amazon Prime Video und Apple TV verfügbar. Bald wird sie in den USA und 70 weiteren Ländern weltweit ausgestrahlt. Johan Sigurdson, ursprünglich aus der Interlake-Region in Manitoba und isländischer Abstammung, leitet die Expedition gemeinsam mit David Collette aus Winnipeg. Sigurdson teilt persönliche Verbindungen: „Wir waren alle isländischer Herkunft und wuchsen natürlich in einer Kleinstadt im Interlake auf, wo wir die Sagas hörten. Mein Großvater wuchs auf dem Hof auf, von dem Erik der Rote aufbrach, als er nach Grönland verbannt wurde.“ Das Duo verfolgt Wikinger-Routen von der Hudson Bay bis Minnesota und betont, dass ihre Vorfahren Nordamerika um 1020 n. Chr. erreichten. Sigurdson betont: „Wir wissen definitiv, dass unsere Vorfahren vor 1.000 Jahren in Nordamerika waren“, und fügt hinzu, dass die isländische Genealogie sie direkt mit dieser Ära verbindet. Die Entdecker stellen die frühen nordischen Besucher als Händler dar, nicht als Plünderer. „Sie sind alle Geschäftsleute, Handwerker und suchen andere Orte zum Siedeln oder zum Handeln“, erklärt Sigurdson. Die Serie integriert indigene mündliche Überlieferungen und deutet auf gegenseitig vorteilhafte frühe Kontakte hin. „Viele indigene Menschen stimmen uns zu, dass es frühe Kontakte lange vor Kolumbus gab, und sie waren gegenseitig vorteilhaft“, sagt er. Mit Werkzeugen wie Bodendurchdringungsradar, 3D-Scannern, LIDAR und Unterwasserfahrzeugen entdeckt das Team Artefakte, darunter eine englische Münze von 1320 entlang des Red River im südlichen Manitoba – die älteste bekannte englische Münze in Nordamerika, nach Collette. Sie beziehen sich auf Stätten aus den Schriften von Farley Mowat und den Kensington Runenstein und konzentrieren sich auf die Periode von 1000 bis 1492. Die Dreharbeiten fanden in Winnipeg, Lake Winnipeg, Hecla Island, Alexandria in Minnesota und Teilen Ontarios statt. Collette hebt die Mischung aus Abenteuer und Expertise hervor: „Wir hatten Experten dabei, weil wir nicht in allem Experten sind. Wir sind nur Experten darin, Experten zu finden.“ Für die Zukunft plant das Team, nach dem Wrack der HMS Hampshire in der Hudson Bay zu suchen.

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