Die wissenschaftliche Expedition von Noticias RCN ist von Cartagena an Bord der ARC Simón Bolívar mit einer Besatzung aus 90 Experten und Journalisten zu einer Reise von über 80 Tagen in die Antarktis aufgebrochen. Nach der Überquerung des Panamakanals steuert das Team in den Pazifik Richtung Valparaíso in Chile, bevor es den weißen Kontinent erreicht.
Die Expedition „Hacia el corazón de la tierra“ von Noticias RCN begann am 22. Dezember 2025 ihre Reise von der kolumbianischen Marinebasis in Cartagena an Bord der ARC Simón Bolívar, ausgestattet mit Laboren und Technologie für antarktische Gewässer. Die Besatzung besteht aus 90 Experten und einem Journalistenteam mit Angélica Arango, Esteban Pérez, Ricardo Avella und Fabián Rodríguez. Diese Reise von über 80 Tagen durchquert den Panamakanal, segelt über den Pazifik, erreicht die Antarktis und kehrt nach Südamerika zurück.
Nach dem Auslaufen aus Cartagena fuhr das Schiff einen Tag auf der Karibiksee und ankert vier Tage vor Colón in Panama, wo es am 7. Dezember eintraf, dem in Kolumbien als „7 de Velitas“ bekannten Tag. In dieser Zeit passte sich die Besatzung an die militärische Routine an, kämpfte mit dem Schaukeln des Ozeans und schmiedete Bande wie eine neue Familie. Arango beschreibt es: „Dies ist eine Reise der Wissenschaft, des Landes, der Entdeckung… aber auch eine intime Reise der Selbstkonfrontation.“
Die Überquerung des Panamakanals war ein Meilenstein: In neun Stunden passierte das Schiff die Gatún-Schleusen (drei), Pedro Miguel und Miraflores, stieg auf und ab, um Atlantik und Pazifik zu verbinden. Beim Einlaufen in den Pazifik kurz vor Mitternacht empfand die Besatzung Erleichterung und Schwindel und ließ Wartezeit und Angst hinter sich. Nun mit starken Winden und Kälte im Anmarsch, steuern sie Valparaíso in Chile an für eine kurze Landpause vor der Weiterfahrt zur Antarktis.
Die Mission verkörpert kolumbianischen Stolz auf Forschung und Wissen, da nur 0,5 % der Kolumbianer den weißen Kontinent erreichen. Die Besatzungsmitglieder erwarten, Gletscher, Wildtiere und klimatische Rätsel zu dokumentieren, unter extremem Kälte und harter Arbeit in einer unbarmherzigen Landschaft. Als Symbol des Wissenschaftsschiffs ertönte beim Auslaufen das Lied „Encanto“.