Vier Tage nachdem US-Truppen den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro am 3. Januar 2026 wegen Drogenhandels und Menschenrechtsverletzungen festnahmen, hebt eine neue Áltica-Umfrage in neun lateinamerikanischen Ländern die Spaltungen zwischen Regierungen und Öffentlichkeiten hervor. Während Führer wie Colombiens Gustavo Petro die Operation als 'Entführung' verurteilten, zeigten Mehrheiten in Kolumbien (75 %) und Chile pragmatische Unterstützung inmitten von Grenz- und Sicherheitsbedenken.
Präsident Trump rechtfertigte die Aktion in Mar-a-Lago damit, dass Venezuelas Ölindustrie – ' erdacht, entworfen, finanziert und entwickelt von großen und prächtigen US-Unternehmen' – von den Chávez- und Maduro-Regimen 'gestohlen' worden sei. Die Áltica-Studie offenbarte starke Kontraste: Mexiko zeigte geteilte Meinungen (15 % Unentschlossene), Ecuador hohe Ablehnung (78 % fürchteten US-Interventionen) und breiten öffentlichen Pragmatismus trotz offizieller Anti-Interventionismus. Mexikanische Umfragen lehnen getrennt US-Truppen gegen Kartelle ab (80 % dagegen), was Souveränitätsspannungen unterstreicht. Regional drängt die Festnahme Alliierten wie Kuba nach, das auf venezolanisches Öl angewiesen ist (über Mexiko, das 44 % seiner Importe liefert). Mexikos Sheinbaum nannte Lieferungen 'souveräne humanitäre Entscheidungen', reduzierte sie aber nach US-Besuchen. Trump hat Kuba als nächstes Ziel signalisiert und vor seinem Zusammenbruch ohne venezolanische Unterstützung gewarnt. Experten nennen dies ein 'Trump-Korollar' zur Monroe-Doktrin, das US-Einflusssphären neu behauptet. Venezuelas Krise gibt den Kontext: 8 Millionen Migranten seit 2014, 1.700.000 % Inflation 2018 und 18.305 politische Gefangene. Breitere Implikationen drohen für die T-MEC-Überprüfung 2026 und Lateinamerikas Abwägen von Pragmatismus gegen Interventionsängste.