Nach der militärischen Festnahme des venezolanischen Führers Nicolás Maduro und seiner Frau Cilia Flores durch die USA am 3. Januar äußerte der argentinische Botschafter Francisco Tropepi Unterstützung in einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates. Er forderte die Freilassung des festgenommenen argentinischen Gendarmen Nahuel Gallo, während Brasilien, Mexiko und andere die Aktion als Verletzung der Souveränität verurteilten, was Proteste in Argentinien und Marktentwicklungen auslöste.
Im Anschluss an die US-Operation in Caracas am 3. Januar – die zur Festnahme von Nicolás Maduro und Cilia Flores führte, wie in früherer Berichterstattung detailliert – berief UN-Generalsekretär António Guterres eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrates ein und äußerte „große Besorgnis“ sowie eine Warnung vor einem „gefährlichen Präzedenzfall“.
Der argentinische Botschafter Francisco Tropepi stellte Buenos Aires hinter Washington und lobte die „Entschlossenheit und Entschlusskraft“ von Präsident Donald Trump bei der Entfernung des „Diktators“. Tropepi forderte die „Übergangsbehörden“ Venezuelas auf, den seit über einem Jahr festgehaltenen Gendarmen Nahuel Gallo sofort freizulassen, und wiederholte die Kritik Argentiniens unter Präsident Javier Milei an Maduros Menschenrechtsverletzungen.
Die regionalen Reaktionen gingen stark auseinander. Brasilien bezeichnete sie als „schwere Beleidigung der Souveränität“ inmitten von 61 globalen Konflikten, was den Multilateralismus untergräbt. Mexiko bekräftigte Lateinamerika als „Friedenszone“ und rechtfertigt Gewaltanwendung nur zur Selbstverteidigung. Chile und Kolumbien wiesen die Intervention ebenfalls als illegal zurück.
In Argentinien brachen Proteste in Buenos Aires nahe der US-Botschaft aus, bei denen Gruppen wie ATE, die Linke Front und CTAs US-Flaggen verbrannten und „Raus mit den Vereinigten Staaten aus Lateinamerika“ skandierten. Führer wie Hugo Godoy forderten Maduros Freilassung und verteidigten die regionale Souveränität.
Wirtschaftlich stiegen die Anleihen des venezolanischen Ölunternehmens Pebesa um 30 % (von 18 auf 30 Dollar) und halfen enteigneten Firmen, obwohl die globalen Ölpreise stabil blieben angesichts der 500.000 Barrel/Tag-Produktion Venezuelas. Analyst Nicolás Borra wies auf spekulative Anstiege bei Rohstoffen wie Gold hin, mit begrenztem Einfluss auf lokale Märkte. Staatsanwalt Carlos Stornelli verlangte Maduros Auslieferung nach Argentinien wegen Menschenrechtsvorwürfen aus 2024.
Analyst Gustavo Damián González kritisierte die Untauglichkeit von UN und OAS und signalisierte eine „neue geopolitische Ordnung“, in der der US-Einfluss Lateinamerika spaltet.