Nach der US-Militäroperation zur Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seiner Frau Cilia Flores haben globale Führer scharfe Reaktionen abgegeben, von Jubel bis zu Verurteilungen von Souveränitätsverletzungen. Vizepräsidentin Delcy Rodríguez hat das vorläufige Kommando übernommen und fordert Lebensbeweis inmitten anhaltender Spannungen.
Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zur Festnahme Maduros für einen Prozess wegen Drogenhandels hat die Aufmerksamkeit verschärft. Die venezolanische Regierung unter der Interimsleiterin Delcy Rodríguez – Anwältin, Schwester des Präsidenten der Nationalversammlung Jorge Rodríguez und langjährige Chavista-Figur, die seit 2018 Außenministerin und Vizepräsidentin war – forderte „sofortigen Lebensbeweis“ und aktivierte Verteidigungspläne. Berichte platzierten Rodríguez während der Angriffe in Russland, obwohl russische Beamte dies bestritten.
Die Reaktionen sind vielfältig: Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro äußerte „tiefe Besorgnis“ über Explosionen und forderte OEA- und UN-Treffen; Argentiniens Javier Milei feierte mit „Es lebe die Freiheit, verdammt“; Kubas Miguel Díaz-Canel verurteilte einen „kriminellen Angriff“; die EU-Chefin Kaja Kallas rief zu Mäßigung und Respekt vor dem Völkerrecht auf; Russland verurteilte „bewaffnete Aggression“ und drängte auf Dialog; Mexiko und Brasilien lehnten Verstöße gegen die UN-Charta ab und betonten die Friedenszone Lateinamerikas.
In Chile erklärte US-Botschafter Brandon Judd, die Intervention sei auf Venezuela beschränkt, berief sich auf erschöpfte Diplomatie und prognostizierte Vorteile für regionale Sicherheit und Migration.