Nach dem Aufruf von Präsident Gustavo Petro am 7. Januar zu landesweiten Versammlungen als Reaktion auf die US-Operation 'Iron Resolve', die Nicolás Maduro festnahm, sowie auf Kokainvorwürfe/Bedrohungen von Donald Trump, fanden Kundgebungen in Neiva und Ibagué statt. Akademiker, Gewerkschafter und Bürger diskutierten die nationale Souveränität unter US-Interventionismus und riefen an die Selbstbestimmungs-Kämpfe der Kalten-Krieg-Ära in einer multipolaren Welt in Erinnerung.
Auf dem zentralen Platz von Neiva, Huila, unter der 1940 errichteten Statue des Generals Francisco de Paula Santander, versammelten sich Gewerkschaftsführer und öffentliche Bedienstete am Mittwochnachmittag als Reaktion auf Trumps feindselige Äußerungen gegen Petro. Redner nutzten ein bescheidenes Soundsystem, um die Menge anzusprechen. Professor Miller Dussán Calderón von der Universidad Surcolombiana verglich die Spannungen mit dem Kalten Krieg der 1960er Jahre, als der US-Imperialismus Revolutionen wie den kubanischen Aufstand von 1959 bekämpfte, inmitten von Bemühungen um globale Dominanz gegen Rivalen wie China und Russland. In Ibagué bezeichnete Professorin Marcela Valencia Toro von der Universidad del Tolima die US-Politik als interventionistisch und destabilisierend und wies auf Trumps Missachtung von Institutionen sowie die fragile Allianzen Lateinamerikas in einer umstrittenen multipolaren Ordnung hin. Gewerkschaftsstimmen verstärkten die Botschaft: DIAN-Gewerkschaftspräsidentin Blanca Eliana Ramírez Silva verteidigte die Souveränität des öffentlichen Sektors; Juan Pablo Tovar Paredes von CUT Huila verband Arbeitskämpfe mit dem nationalen Schicksal; José Luis Franco Rincón von SENA und Jan Jefferson Pacheco Quevedo von ADIH bekräftigten die Selbstbestimmung. Akademiker forderten Universitäten auf, die multipolare Geopolitik ganzheitlich zu studieren, inmitten globaler wirtschaftlicher und klimatischer Krisen. Lokaler Einschlag zeigte sich mit dem Handwerksfischer Alirio Perdomo, der sich gegen multinationale Flussinteressen wandte, Straßenhändlern, die Unterstützung äußerten, und US-Flaggenverbrennungen als Symbol der öffentlichen Empörung.