Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson (M) hat die US-Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro am 3. Januar 2026 begrüßt, sie als Befreiung von der Diktatur bezeichnet und zu einem schnellen, friedlichen Übergang zur Demokratie unter Einhaltung des Völkerrechts aufgerufen. Außenministerin Maria Malmer Stenergard (M) stimmt zu und erklärt, die Regierung bereue Maduros Sturz nicht.
Kristersson gab eine schriftliche Erklärung an TT ab: »Das venezolanische Volk ist nun von Maduros Diktatur befreit. Alle Staaten haben jedoch auch die Verpflichtung, das Völkerrecht zu respektieren und danach zu handeln.« Er beschrieb Venezuela unter Maduro – der Hugo Chávez 2013 nachfolgte – als »eines der härtesten sozialistischen Diktaturen der Welt« und wies auf Schwedens langjährige Kritik an Maduros fehlender demokratischer Legitimität hin, insbesondere nach der umstrittenen Wahl 2024.
Stenergard betonte: »Den Willen des venezolanischen Volkes zu respektieren und eine verhandelte, demokratische und friedliche Lösung zu erreichen, ist der einzige Weg für Venezuela, die Demokratie wiederherzustellen und die laufende Krise zu lösen. Diktator Nicolás Maduro fehlt demokratische Legitimität. Die schwedische Regierung vergießt keine Tränen über seinen Machtverlust.« Die Regierung beobachtet die Entwicklungen genau.
Reaktionen anderswo unterscheiden sich. Russland verurteilte die US-»bewaffnete Aggression«, während EU-Außenpolitikchefin Kaja Kallas Bedenken zur Operation äußerte, obwohl sie Maduros Illegitimität anerkennt. Rechtsexperten wie Mark Klamberg und Dag Blanck argumentieren, es verstoße wahrscheinlich gegen das Völkerrecht. Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado, kürzliche Nobelpreisträgerin für Friedensnobelpreis, ist positioniert, eine demokratische Übergang zu leiten, obwohl Risiken bestehen durch die Weigerung des Verteidigungsministers Vladimir Padrino López, sich zu ergeben.
Die Festnahme folgt auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump einer vorübergehenden Governance-Überwachung, einschließlich Kontrolle des Ölsystems, inmitten von Plänen, Maduro in den USA wegen Drogenverbrechen zu prozessieren. Dies spiegelt die Monroe-Doktrin und Trumps Lateinamerika-Strategie wider.