Chilenischer und bolivianischer Außenminister unterzeichnen Abkommen in Santiago

Der chilenische Außenminister Alberto van Klaveren traf sich am Donnerstag mit seinem bolivianischen Amtskollegen Fernando Aramayo in Santiago, um die bilateralen Beziehungen zu stärken, die seit 1974 wegen des Seestreits ruhen. Sie unterzeichneten Protokolle zur Modernisierung des Handels und ein Memoranden über Tourismus, zeigten Interesse an der Öffnung des Luftraums und der Aktualisierung der Infrastruktur. Die Diplomaten hoben Fortschritte zur möglichen Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen hervor.

Das Treffen fand donnerstagnachmittag in Santiago statt, wo die Außenminister wirtschaftliche und handelsbezogene Themen zwischen Chile und Bolivien besprachen. Die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind seit 1974 wegen Streitigkeiten um den Seezugang Boliviens ausgesetzt. Bei dem Zusammentreffen unterzeichneten sie zwei Protokolle zur Aktualisierung und Vertiefung des Wirtschaftsergänzungsabkommens Nr. 22. Diese umfassen Kapitel zu Handel, Geschlechterfragen, Mikro-, Klein- und Mittelbetrieben (KMU) sowie Genossenschaften und erweitern das Zollentlastungsprogramm. Sie unterzeichneten auch ein Memorandum of Understanding zum Tourismus, um die Zusammenarbeit bei der Förderung und Entwicklung dieses Sektors zu fördern. Beide Seiten äußerten Interesse daran, auf eine größere Öffnung des Luftraums hinzuarbeiten, um Konnektivität und Austausch zu verbessern, sowie an der Modernisierung der Sica-Sica-Pipeline und anderen Angelegenheiten. Am Ende betonte van Klaveren, dass «die Anwesenheit des Außenministers Aramayo in Chile wirklich einen Meilenstein in unserer bilateralen Beziehung markiert», was einen von beiden Regierungen verfolgten Weg widerspiegelt. Er fügte hinzu, dass dies «große Möglichkeiten» in wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und menschlichen Bereichen eröffne, und würdigte die Geste der neuen bolivianischen Regierung, die seit zwei Monaten im Amt ist, indem sie ihren ranghöchsten Außenpolitiker entsandte. Aramayo feierte seinerseits «einen substantiellen Fortschritt» in kurzer Zeit mit einer Neun-Punkte-Agenda zu Migration, Handel und Tourismus. Er hob die Zustimmung des chilenischen Kongresses zum Abkommen über die Anerkennung von Führerscheinen und zum Abkommen über Visaerleichterungen für Diplomaten beider Länder hervor und dankte: «Es ist wirklich ein Geschenk für uns.» Abschließend erklärte er, die Abkommen «zeugen von einem guten Weg, den wir gehen, in dem gemeinsamen Streben, die diplomatischen Beziehungen so schnell wie möglich wiederherzustellen».

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