EU and Mercosur representatives celebrate signing massive free trade pact amid flags and maps in Asunción.
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EU und Mercosur unterzeichnen Freihandelsabkommen

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Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen haben die EU und der südamerikanische Staatenbund Mercosur in Asunción ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Die neue Zone umfasst über 700 Millionen Einwohner und eine Wirtschaftsleistung von 22 Billionen US-Dollar. Das Abkommen dient auch als Signal gegen die protektionistische Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump.

Die Unterzeichnung fand in der Zentralbank der paraguayischen Hauptstadt Asunción statt. An der Zeremonie nahmen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident António Costa sowie die Präsidenten Argentiniens Javier Milei, Paraguays Santiago Peña und Uruguays Yamandú Orsi teil. Die Verhandlungen hatten 1999 begonnen und wurden trotz Kritik aus Ländern wie Frankreich im Dezember 2024 abgeschlossen.

Durch den Abbau von Zöllen und Handelsbarrieren soll der Waren- und Dienstleistungsverkehr gesteigert werden. Die EU erwartet eine 39-prozentige Steigerung ihrer Exporte in die Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Das Abkommen schafft eine der weltweit größten Freihandelszonen und kompensiert teilweise Einbußen durch Trumps Zölle, die er im Konflikt um Grönland angekündigt hat: Ab 1. Februar 10 Prozent, ab 1. Juni 25 Prozent auf Waren aus Deutschland und sieben weiteren EU-Ländern.

„Wenn wir Wohlstand wollen, müssen wir Märkte öffnen, nicht schließen“, sagte António Costa. Ursula von der Leyen betonte: „Dieses Abkommen sendet ein starkes Signal an die Welt. Wir entscheiden uns für fairen Handel statt Zölle.“ Das Ifo-Institut sieht es als wichtigen Schritt, fordert aber weitere Abkommen. Der BDI hebt Chancen für Rohstoffe wie Lithium und Kupfer sowie Branchen wie Autoindustrie (aktuell 35 Prozent Zoll) hervor.

Kritik kommt von Bauern, die Preiskampf mit südamerikanischen Farmern fürchten und protestiert haben, sowie Umweltschützern, die Abholzung des Regenwaldes und Schäden für Artenvielfalt und indigene Gemeinschaften befürchten. Sicherheitsklauseln ermöglichen Gegenmaßnahmen bei starkem Importanstieg. Das Handelsabkommen bedarf der Billigung des EU-Parlaments; das Partnerschaftsabkommen Ratifizierung durch Staaten.

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