Abschluss des EU-Mercosur-Handelsabkommens muss verschoben werden

Die geplante Unterzeichnung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay ist verschoben worden. Italienische Regierungschefin Giorgia Meloni erklärte, ihr Land sei noch nicht bereit zuzustimmen, was die notwendige Mehrheit verhindert. Ein neuer Termin soll in der ersten Januarhälfte folgen.

Die Unterzeichnung des EU-Mercosur-Freihandelsabkommens, die für diesen Samstag vorgesehen war, muss verschoben werden. EU-Vertreter gaben dies am Rande des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs in Brüssel bekannt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa hatten eigentlich nach Brasilien reisen sollen, um das Abkommen zu unterzeichnen.

Italiens Haltung ist entscheidend: Meloni teilte mit, dass ihr Land noch nicht zustimmen könne. Die italienische Regierung betonte, sie sei bereit, das Abkommen zu unterzeichnen, sobald den Landwirten ausreichende Antworten gegeben werden, die von der EU-Kommission abhängen. Diese könnten rasch konkretisiert werden.

Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte Enttäuschung. Er hatte gehofft, die EU würde in der Handelspolitik glaubwürdig bleiben, indem sie dem Deal zustimmt. Im Juni sagte er, es gebe keine grundsätzlichen Einwände mehr. Beim Oktober-Gipfel verkündete er versehentlich: «Es ist erledigt. Es ist durch.» Später korrigierte ihn Costa.

Das Abkommen, verhandelt seit 1999, würde die weltgrößte Freihandelszone mit über 700 Millionen Einwohnern schaffen und gegen die protektionistische Politik von US-Präsident Donald Trump setzen. Es sieht den Abbau von Zöllen und Handelsbarrieren vor. Industrieverbände wie der der Automobilindustrie zeigten Frustration: «Die Welt wartet nicht auf Europa.»

Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva kündigte an, Melonis Verschiebungswunsch beim Mercosur-Gipfel am Samstag vorzulegen. Er hatte zuvor mit einem Rückzug Brasiliens gedroht, falls die EU nicht rechtzeitig billige.

Am Mittwoch einigten sich EU-Länder und Parlament auf Schutzklauseln für die Landwirtschaft, darunter Gegenmaßnahmen bei schädlichen Importen und eine Erklärung zu höheren Produktionsstandards. Dennoch demonstrierten Tausende Landwirte gewaltsam in Brüssel gegen das Abkommen; Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron betonte, die Schutzklauseln hätten Verbesserungen gebracht, reichten aber noch nicht aus. Für den Abschluss braucht die EU mindestens 15 von 27 Staaten, die 65 Prozent der Bevölkerung repräsentieren. In deutschen Kreisen wird die Verschiebung als nicht dramatisch gesehen; der Deal scheine sicher zu kommen.

Verwandte Artikel

Ursula von der Leyen announces Mercosur trade deal delay to EU leaders at Brussels summit, with massive farmer protests visible outside.
Bild generiert von KI

EU bestätigt Verschiebung des Mercosur-Abkommens auf Januar auf Brüssel-Gipfel inmitten von Protesten

Von KI berichtet Bild generiert von KI

Ursula von der Leyen kündigte den EU-Führern den Aufschub der Unterzeichnung des Mercosur-Handelsabkommens auf Januar an, ursprünglich für dieses Wochenende in Brasilien geplant, nachdem keine Mehrheit wegen französischen und italienischen Einspruchs für stärkere Schutzmaßnahmen für Landwirte erzielt werden konnte – nach früheren EU-Vorschlägen und inmitten massiver Proteste in Brüssel.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die Verschiebung der Unterzeichnung des Freihandelsabkommens EU-Mercosur auf Januar bestätigt und ihre Reise nach Foz de Iguazú abgesagt. Der Schritt resultiert aus Widerstand von Frankreich und Italien, angeheizt durch Bauernproteste in Brüssel, die südamerikanische Konkurrenz fürchten. Brasiliens Präsident Lula da Silva akzeptierte die Verzögerung nach Gesprächen mit europäischen Führern.

Von KI berichtet

Following France's demand to halt the signing, the EU has proposed postponing its long-negotiated trade pact with Mercosur until early January 2025 to overcome opposition from France and newly reluctant Italy. New safeguards aim to protect European farmers, amid protests and support for diversifying trade.

Der Europäische Rat hat am Freitag (9) das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Mercosur mit Unterstützung von 21 der 27 Mitgliedstaaten genehmigt, nach Verhandlungen, die 1999 begannen. Trotz des Fortschritts bleiben Hürden bestehen, darunter die Genehmigung des Europäischen Parlaments und mögliche Rechtsstreitigkeiten von Ländern wie Frankreich. Die Unterzeichnung ist für den 17. Januar in Asunción, Paraguay, geplant.

Von KI berichtet

EU countries have backed the historic trade deal with Mercosur by qualified majority, paving the way for signing on January 17 in Paraguay. The agreement, negotiated for over 25 years, sparks divisions due to farmers' protests fearing unfair competition. Spain supports the decision, seen as a step toward European strategic autonomy.

Gegen das geplante EU-Freihandelsabkommen mit Mercosur-Staaten haben rund 100 Landwirte aus Frankreich und Belgien Autobahngrenzübergänge blockiert. Präsident Macron kündigte an, dass Frankreich dem Deal nicht zustimmen wird, da er Risiken für den Agrarsektor birgt. In Brüssel wird am Freitag eine qualifizierte Mehrheit für die Unterzeichnung erwartet.

Von KI berichtet

Das EU-Parlament hat mit knapper Mehrheit eine rechtliche Prüfung des Mercosur-Handelsabkommens durch den Europäischen Gerichtshof gefordert. Die Abstimmung am Mittwoch verzögert die Ratifizierung um Monate oder sogar Jahre. Befürworter kritisieren den Schritt als Fehler in der geopolitischen Lage.

 

 

 

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen