In den kommenden Stunden wird Präsident Javier Milei das EU-Mercosur-Abkommen unterzeichnen und an den Kongress zur lokalen Ratifizierung schicken. Die Regierung will trotz einer gerichtlichen Überprüfung in Europa weitermachen, offizielle Quellen behaupten, über genügend Stimmen in beiden Kammern zu verfügen.
Die Ankündigung erfolgt zu einem entscheidenden Moment für Argentiniens Handelspolitik. Regierungsquellen deuten an, dass die Exekutive die Genehmigung des Handelsabkommens zwischen der EU und Mercosur vorantreiben wird, um die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Blöcken zu stärken. Nach jahrelangen Verhandlungen steht das Abkommen in Europa vor Hindernissen durch eine gerichtliche Überprüfung, doch die argentinische Regierung stoppt ihren nationalen Prozess nicht. Die Regierungspartei ist zuversichtlich, die notwendige parlamentarische Unterstützung zu erhalten. „Wir haben die Zahlen, damit die Initiative in beiden Kammern durchgeht“, sagten Quellen im Umfeld des Präsidenten. Diese lokale Ratifizierung ist ein entscheidender Schritt für Argentinien, um auf Exportmöglichkeiten und Zollsenkungen aus dem Abkommen zuzugreifen. Das EU-Mercosur-Abkommen ist ein Meilenstein für die regionale und globale Integration Argentiniens und passt zu Präsident Mileis Agenda der wirtschaftlichen Öffnung. Seine Umsetzung hängt jedoch von der Lösung der europäischen Herausforderungen und einem Konsens im argentinischen Kongress ab.