Nigeria hat Südafrika wegen der umstrittenen Todesfälle von vier seiner Staatsbürger in Polizeigewahrsam offiziell verwarnt. Das nigerianische Außenministerium veröffentlichte die Warnung in einer Stellungnahme am 5. Juli.
Das Ministerium brachte zwei Todesfälle vom 28. Juni mit mutmaßlichen Handlungen von Beamten der Tshwane Metro Police in Verbindung. Zudem verwies es auf frühere Vorfälle im April, an denen Sicherheitskräfte beteiligt waren.
Sprecher Kimiebi Ebienfa erklärte, das Muster deute auf eine Mittäterschaft von Sicherheitskräften hin. Er forderte dringende Untersuchungen zu den Tötungsdelikten sowie zu weiteren offenen Fällen.
Vertreter des südafrikanischen Polizeidienstes wiesen Verbindungen zu einwanderungsfeindlichen Protesten zurück. Sie beschrieben die Fälle als drogenbezogene Festnahmen, die zu gerichtlichen Untersuchungen und unabhängigen Ermittlungen geführt hätten.
Das südafrikanische Ministerium für internationale Beziehungen und Zusammenarbeit betonte die bilateralen Beziehungen zu Nigeria. Es forderte die Vorlage von Beweisen über offizielle Kanäle, um die Anschuldigungen zu untermauern.