Die Ministerin im Präsidialamt, Khumbudzo Ntshavheni, hat den südafrikanischen Hochkommissar in Indien, Anil Sooklal, dafür verurteilt, dass er bei einer Veranstaltung in Indien gemeinsam mit dem ehemaligen Präsidenten Jacob Zuma und Ajay Gupta aufgetreten ist.
Ntshavheni bezeichnete den Auftritt bei einem Gebetstreffen am 26. Juni im Sidipeeth Shri Dakshin Kali Tempel in Haridwar als eine Schande. Sie sagte, Sooklal und Zuma würden den Südafrikanern den Mittelfinger zeigen. Der Minister für internationale Beziehungen und Zusammenarbeit, Ronald Lamola, hat einen internen Bericht über Sooklals Anwesenheit angefordert. Ntshavheni erklärte am 3. Juli auf einer Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung, dass die notwendigen Schritte eingeleitet würden. Eine Quelle deutete an, dass Sooklal lediglich Anweisungen befolgt habe, Zuma als ehemaligem Staatsoberhaupt Höflichkeitsbesuche zu erweisen. Die Hochkommission hatte den Besuch mit den indischen Behörden abgestimmt. Ajay Gupta und seinen Brüdern werden Vorwürfe der staatlichen Vereinnahmung (State Capture) vorgeworfen, doch es laufen derzeit keine Auslieferungsverfahren gegen sie.