Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa hat den kenianischen Präsidenten William Ruto um Rat im Umgang mit den Herausforderungen der Migration gebeten. Die Staatschefs trafen sich am Donnerstag in Tshwane im Rahmen eines dreitägigen Staatsbesuchs, bei dem sechs bilaterale Abkommen unterzeichnet wurden.
Ramaphosa sprach in den Union Buildings, nachdem Delegationen beider Länder Gespräche geführt hatten. Er erklärte, dass die beiden Präsidenten Ideen zur Lösung von Migrationsfragen ausgetauscht hätten und bestätigte, dass Gesandte auf den Kontinent und darüber hinaus entsandt würden. Der Besuch behandelte auch das Wachstum des Handels, wobei der bilaterale Handel von 590 Millionen US-Dollar im Jahr 2024 auf 650 Millionen US-Dollar im Jahr 2025 anstieg. Es wurden sechs Abkommen unterzeichnet, die sich auf die Bereiche Schifffahrt, Gleichstellung der Geschlechter, Berufsbildung sowie Kunst und Sport beziehen. Beide Nationen bekräftigten ihre Bemühungen zur Unterstützung des Friedens im Sudan, im Südsudan und im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Zudem wurden Schritte zur Eindämmung des Ebola-Ausbruchs beschrieben, einschließlich des Beitrags Südafrikas in Höhe von 5 Millionen US-Dollar an das Africa CDC der Afrikanischen Union. Ruto wird in zehn Tagen Afrika beim G7-Gipfel in Frankreich vertreten.