Südafrika und Ruanda haben nach einem Treffen ihrer Außenminister in Pretoria mit Bemühungen begonnen, ihre angespannten diplomatischen Beziehungen neu zu ordnen.
Der südafrikanische Minister für internationale Beziehungen, Ronald Lamola, traf am Mittwoch seinen ruandischen Amtskollegen Olivier Nduhungirehe, um den Neustart voranzutreiben. Sie konzentrierten sich auf die Normalisierung und vertagten dabei sensible Themen, darunter die Präsenz ruandischer Dissidenten in Südafrika sowie den Tod von 14 südafrikanischen Soldaten im Jahr 2025 in der Demokratischen Republik Kongo.
Lamola betonte das Engagement der Präsidenten Cyril Ramaphosa und Paul Kagame, die bilateralen Beziehungen wiederzubeleben. Nduhungirehe begrüßte die Fortschritte bei der Visa-Erleichterung für normale ruandische Passinhaber innerhalb von 12 Monaten und verwies auf die kürzlich erfolgte Aufhebung des ruandischen Verbots für südafrikanische Agrarexporte.
Die Minister vereinbarten, im ersten Quartal 2027 eine gemeinsame Kommission für Zusammenarbeit in Kigali abzuhalten. Ein geplanter Besuch von Kagame in Südafrika, der ursprünglich für Dezember vorgesehen war, wird nun in Kürze erwartet. Separate Sicherheitsgespräche sollen offene Fragen wie die diplomatischen Ausweisungen aus dem Jahr 2014 im Zusammenhang mit der Ermordung von Patrick Karegeya behandeln.