Nigerias Privatsektor beendete 2025 auf positiver Note, der Stanbic IBTC Bank Nigeria PMI verzeichnete im Dezember 53,5 und signalisiert damit anhaltende Expansion durch robuste Kundennachfrage. Das Geschäftsvertrauen erreichte ein sechsmonatiges Hoch inmitten von Plänen für Investitionen und Erweiterungen. Trotz zunehmender Inflationsdrucke zeigte die Wirtschaft Resilienz in allen Sektoren.
Der Stanbic IBTC Bank Nigeria Purchasing Managers’ Index (PMI) für Dezember 2025 lag bei 53,5, ein leichter Rückgang von 53,6 im November, aber immer noch deutlich über der 50-Punkte-Marke, die Wachstum anzeigt. Diese Zahl markiert den 13. Monat in Folge mit verbesserten Geschäftsumständen, die eng mit dem Jahresdurchschnitt übereinstimmen und anhaltendes wirtschaftliches Momentum unterstreichen.
Stärkere Kundennachfrage trieb steile Anstiege der Produktion und Neuaufträge an und verlängerte eine 14-monatige Serie von Umsatzwachstum. Alle vier beobachteten Sektoren – Fertigung, Dienstleistungen, Handel und Landwirtschaft – verzeichneten Zuwächse, wobei die Landwirtschaft führte. Unternehmen reagierten mit gesteigerten Einkäufen und Aufstockung der Lagerbestände zum Jahresende. Die Beschäftigung stieg marginal, jedoch im langsamsten Tempo seit Juni 2025.
Auftragsbestände wuchsen leicht zum zweiten Monat in Folge, zugeschrieben Materialknappheit und unzuverlässiger Stromversorgung. Positiv: Lieferzeiten der Zulieferer verkürzten sich durch pünktliche Zahlungen und weniger Verkehrsstaus – die geringste Verbesserung seit sechs Monaten.
Inflationsdrucke nahmen nach den Tiefs von fast fünf Jahren im November zu. Rohstoffkosten stiegen ebenso wie Personalkosten für Mehrarbeit, was Unternehmen zu Preiserhöhungen veranlasste. Die Fertigung sah die stärksten Anstiege, doch die Gesamtinflation blieb unter den niedrigsten Werten seit sechs Jahren.
Muyiwa Oni, Leiter Equity Research Westafrika bei Stanbic IBTC Bank, hob die Resilienz des Sektors hervor. „Der Headline-PMI bei 53,5 moderierte im Dezember zum zweiten Mal in Folge, blieb aber im Wachstumsbereich“, sagte er. Oni wies auf unterstützende Nachfragebedingungen und einen Anstieg des Vertrauens auf ein sechsmonatiges Hoch hin, verbunden mit Plänen für neue Filialen und Exportanstöße. Fast 59 Prozent der Befragten erwarten zukünftiges Wachstum mit Fokus auf Kapazitätserweiterungen.
Inputkosten stiegen stark, lagen aber unter dem 2025er Durchschnitt, wobei die Festtage die Aufwärtsbewegung wahrscheinlich verschärften.