Während der Cumbre Glocal de Economía Circular in Ibagué unterzeichneten die Organización de Estados Iberoamericanos (OEI) und Asocapitales eine Absichtserklärung zur Stärkung der Nachhaltigkeit in den kolumbianischen Hauptstädten. Das Abkommen wurde im Beisein von Bürgermeistern aus verschiedenen Ländern sowie kolumbianischen Hauptstädten unterzeichnet. Es stellt ein politisches und technisches Engagement für Innovation und Kreislaufwirtschaft dar.
Die Kolumbien-Direktorin der OEI, Donatella Montaldo, und der Direktor von Asocapitales, Andrés Santamaría, unterzeichneten das Memorandum am 23. April in Ibagué während der Cumbre Glocal de Economía Circular. An der Veranstaltung nahmen Bürgermeister aus Argentinien, Peru, Chile, Bolivien, Ecuador, Spanien, Honduras, Panama sowie über 15 kolumbianischen Hauptstädten teil.
Montaldo betonte, dass die Vereinbarung über das Protokoll hinausgehe: „Die Unterzeichnung dieser Absichtserklärung zwischen Asocapitales und der OEI stellt weit mehr als einen zeremoniellen Akt dar. Sie steht für ein politisches und technisches Engagement zur Stärkung lokaler Kapazitäten, öffentlicher Innovation sowie der nachhaltigen Entwicklung unserer Städte und Regionen.“ Sie hob Bereiche wie die Ausbildung von Beamten, digitale Transformation, lokale Demokratie mit Fokus auf Gender- und Jugendfragen, Bioökonomie, Klimaschutz und Energiewende hervor.
Santamaría teilte Daten zum Abfallaufkommen mit: Die 32 Hauptstädte konzentrieren über 60 % des erzeugten Festmülls, was jährlich 15 Millionen Tonnen übersteigt, bei einer Recyclingquote von unter 10 % im Zeitraum 2023 bis 2024 und 624 Kilogramm pro Einwohner und Jahr. Er wies darauf hin, dass 45 Endlagerstätten ihre Lebensdauer überschritten haben und 31 über eine Restlaufzeit von weniger als drei Jahren verfügen. „Mit dieser Absichtserklärung streben wir an, bessere technische Kapazitäten und Innovationswerkzeuge bereitzustellen, vor allem aber das Bewusstsein bei den größten Abfallerzeugern zu schärfen, unseren Hauptstädten.“
Die Veranstaltung steht im Einklang mit dem achten Treffen der OECD zur Kreislaufwirtschaft, das zum ersten Mal in Lateinamerika in Ibagué stattfand und über 70 Bürgermeister sowie 1.500 Gipfelteilnehmer anzog. Montaldo schloss: „Wir senden heute ein klares Signal: Interinstitutionelle Zusammenarbeit ist der Schlüssel, um ein gerechteres, widerstandsfähigeres und nachhaltigeres Entwicklungsmodell voranzutreiben.“