Owlskip Games, geführt vom ehemaligen ZA/UM-Entwickler Tim Sheinman, hat The Ratline auf Steam veröffentlicht. Das Spiel spielt im Jahr 1971 und lässt die Spieler in die Rolle eines Privatdetektivs schlüpfen, der geflohene Nazi-Kriegsverbrecher aufspürt, die unter falschen Identitäten leben. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Zusammensetzen von Hinweisen aus Dokumenten und Telefonaten auf einer virtuellen Pinnwand.
Owlskip Games, die hauptsächlich aus Tim Sheinman - einem ehemaligen Entwickler bei ZA/UM - bestehen, haben heute The Ratline für $11,99 auf Steam veröffentlicht. Sheinman hat zuvor investigative Titel wie Family, Rivals und Riley & Rochelle entwickelt, bei denen es darum ging, Dokumente, Archive und persönliche Gegenstände zu analysieren, um Rätsel zu lösen und Zeitlinien zu erstellen. The Ratline setzt diesen Stil fort und ist der Vorläufer von The Roottrees Are Dead aus dem Jahr 2025 im Genre der dokumentenbasierten Detektivarbeit. Das Spiel ist nach den Fluchtwegen benannt, die Nazis und Kollaborateure nach dem Zweiten Weltkrieg benutzten, und spielt im Jahr 1971. Die Spieler schlüpfen in die Rolle eines Privatdetektivs, der von einer mysteriösen Person beauftragt wird, hochrangige Mitglieder des Naziregimes aufzuspüren, die sich als Zahnärzte, Weinhändler oder sogar südamerikanische Polizeibeamte ausgeben. Im Mittelpunkt des Spiels steht eine Pinnwand über einem Schreibtisch, der mit einem Telefon, einem Rolodex und einem Radio ausgestattet ist. Die Spieler sichten Fotos, Visitenkarten, private Briefe und andere Dokumente, stellen Nachforschungen an, führen Telefonate und benutzen eine Suchmaschine, um echte Namen und Orte zu finden. Das Abschließen der Fälle eines jeden Kapitels bringt die Geschichte voran. In der Rezension wird auf einige Macken hingewiesen, wie das anachronistische Suchwerkzeug und die sofortige Zustellung von Fotos und Dokumenten per Telefon, die die Glaubwürdigkeit belasten, aber nach den ersten Fällen akzeptiert werden. Das Knacken von Rätseln erweist sich als befriedigend, wie in Kapitel 5 (Der Fall des sonnenverbrannten Nazis), wo ein spanisches CIA-Dokument den Durchbruch brachte. Ein Hinweissystem gibt Hinweise, und das Durchsuchen früherer Fälle im Evidence Journal hilft beim Vorankommen. Die Spieler können ein ständiges Hündchen auf dem Schreibtisch streicheln, auch wenn dessen Platzierung ein wenig kritisiert wird. Trotz der Kratzbürstigkeit ermutigt das Spiel dazu, sich Notizen zu machen, über Hinweise nachzudenken und sich sogar von externen Recherchen inspirieren zu lassen, was ein bedächtiges Tempo fördert.