Ein 12-jähriger Junge mit Behinderung verschwand aus seinem Zuhause in Orange Farm, und seine Leiche wurde eine Woche später in einem nahegelegenen Bach gefunden. Die Familie glaubt, dass schnellere Polizeimaßnahmen die Tragödie hätten verhindern können. Sie erhielten Nachrichten von jemandem, der behauptete, das Kind festzuhalten.
Am Donnerstag, dem 28. Februar, irrte der 12-jährige Sanele Gontsana von seinem Zuhause im Township Mshengu, Orange Farm, etwa 40 km südlich von Johannesburg, weg. Sanele, der aufgrund einer Behinderung nicht sprechen konnte, die auch seine Entwicklung verzögerte und ihn für sein Alter klein ließ, neigte dazu, davonzuwandern. Seine Mutter, Beatrice Gontsana, durchsuchte das Gebiet, nachdem sie erfahren hatte, dass er das Haus eines befreundeten Nachbarn verlassen hatte. Sie überprüfte lokale Orte wie eine Garage, fand aber keine Spur und erstattete dann bei der Polizeistation eine Vermisstenanzeige. Die Polizei half in dieser Nacht bei der Suche, kehrte aber danach nicht zurück. Die Familie sagt, die Beamten hätten eine K9-Einheit versprochen, sie aber nie eingesetzt, und sie lehnten eine Haus-zu-Haus-Suche ohne Gerichtsbeschluss ab. »Alles, was ich als Mutter von Sanele von ihnen wollte, wurde nie getan. Ich fühle mich im Stich gelassen«, sagte Beatrice. Während der Suche erhielt Beatrice Nachrichten auf isiXhosa von einer unbekannten Person, die behauptete, Sanele zu haben. Eine lautete: »Ingako ngeke ngimbulala angsiyona mbulali, ngingudriver kuphela« (Ich werde ihn nicht töten, ich bin kein Mörder, ich bin nur der Fahrer). Der Absender fragte nach dem Standort der Familie und R200 für Benzin, um den Jungen zurückzubringen, ignorierte aber Anfragen nach Beweisen. Die Kommunikation setzte sich bis Mittwoch fort, brach dann ab, mit einer letzten Nachricht am Donnerstag, die besagte, Sanele habe schweres Atmen. Später an diesem Tag, am 5. März, alarmierte ein Nachbar die Familie wegen einer Leiche in einem Bach nahe einer Eisenbahnstrecke, wenige Kilometer vom Zuhause entfernt. Sanele's nackter Körper, teilweise verbrannt, mit gebrochenem Arm und fehlenden Zähnen, wurde gefunden, nur mit den Schuhen vom Tag seines Verschwindens bekleidet. Sein Vater, Erik Gontsana, sagte: »Wir haben dieses Gebiet mehrmals durchsucht, aber er war nicht da. Ich wusste sehr gut, dass sie seinen Körper an diesem Tag dort abgeladen haben.« Die Familie wies auf ein nahegelegenes Haus mit Überwachungskameras hin, sagte aber, die Polizei habe die Aufnahmen nicht gesichert. Beatrice informierte die Polizei über die Nachrichten, aber ein Ermittler vermutete einen Erpressungsversuch. Die Familie wartet auf die Ergebnisse der Obduktion. Daily Maverick bat den South African Police Service um Stellungnahme, erhielt aber bis zur Veröffentlichung keine.