Zwei Monate nach der Ankündigung ihrer Kandidatur liegt Sarah Knafo von Reconquête! in Umfragen bei über 10 % in der ersten Runde des Rennens um das Pariser Bürgermeisteramt 2026, vor Thierry Mariani von RN. Die Politikwissenschaftlerin Frédérique Matonti argumentiert in Le Monde, dass ihre zugängliche Kommunikation ein ultraliberales, konsumorientiertes und sicherheitsbetontes Programm verbirgt.
Nach ihrer prominenten Kandidaturankündigung bei TF1 im Januar – Sarah Knafo, Europaabgeordnete für Reconquête! und Spitzenkandidatin im 16. Arrondissement von Paris – hat sie in den Umfragen für die Kommunalwahlen 2026 stark zugelegt und übersteigt 10-%-Stimmabsichten in der ersten Runde, vor Thierry Mariani vom Rassemblement national (RN). Die Politikwissenschaftlerin Frédérique Matonti hält dies in einem Gastbeitrag für Le Monde für nicht überraschend. Éric Zemmours Reconquête! hat historisch in Paris RN übertroffen, besonders in wohlhabenden Bezirken: 2022 erzielte Zemmour 15,3 % im 8. Arrondissement und 17,5 % im 16. (gegenüber 8,2 % stadtweit), während Marine Le Pen 5,5 % bekam. Erwartet wird eine Bestätigung der „bürgerlichen Fernrechtsstimme“, mit Stimmüberträgen in der zweiten Runde und Verhandlungen der Rechten, die Verschiebungen im Wählerlager zeigen – beschleunigt durch die Kontroverse um Quentin Deranque in Lyon. Knafo profitiert vom medialen Vorfeld-Buzz, einschließlich ihres Trombinoscope-Preises als politische Enthüllung. Matonti vergleicht dies mit Zemmours Medienhype 2022, der durch die Rechtswende der Medienhäuser inmitten von Eigentumskonzentrationen (z. B. Vincent Bolloré) und den Appetit auf provokative neue Gesichter angeheizt wurde. Doch hinter ihrer milden Persona verbirgt sich nach Matonti ein ultraliberales, konsumorientiertes und sicherheitsorientiertes Programm.