Der Block Boi da Macuca aus Pernambuco gab am Sonntag (25) sein Debüt beim Pre-Carnaval in São Paulo und brachte Frevo, Forró und Xote in die Straßen rund um Sé. Mit etwa 70 Musikern zog der Umzug trotz Regen eine große Menge an. Das Ereignis markiert die erste Tour des Gruppen durch Südost-Staaten.
Der Umzug von Boi da Macuca verwandelte die engen Straßen im Zentrum von São Paulo an einem Nachmittag des Sonntags, dem 25. Januar 2026, in ein Stück Nordostbrasiliens. Bestehend aus etwa 70 Künstlern, begann das Frevo-Orchester den Aufmarsch gegen 15 Uhr, während leichter Regen fiel, ohne die Stimmung der Feiernden zu dämpfen. Am Tag zuvor, Samstag (24), hatte die in Olinda ansässige Gruppe bereits das Zentrum von Rio de Janeiro belebt und ihre erste Südost-Tour markiert. Paulo Reinaldo, 53-jähriger Musiker des Orchesters, teilte seine Überraschung und Begeisterung: „Für uns ist es hier zum ersten Mal wunderbar. Ich habe nicht erwartet, so viele Menschen auf Boi da Macuca warten zu sehen. Wir werden hier eine tolle Arbeit leisten.“ Die Menge versammelte sich vor 14 Uhr, gespannt auf den Klang von Kornetten und Posaunen. Bernado Lima, 33 Jahre alt aus Pernambuco und seit neun Jahren in São Paulo lebend, nahm teil und fühlte sich wie zu Hause: „Es ist ein kleines Stück des Karnevals aus Pernambuco, das hierhergekommen ist. Macuca ist besonders, weil es Forró mit Frevo mischt.“ Er plant, nach Olinda zum offiziellen Karneval zu reisen. Gegründet 1989 im ländlichen Gebiet von Correntes in der Agreste-Region von Pernambuco, zielt der Block darauf ab, den Boi-Tanz und Frevo zu fördern, das als Kulturpunkt vom Kulturministerium anerkannt ist. Der Pre-Carnaval-Sonntag in São Paulo markierte auch den 472. Jahrestag der Stadt, mit anderen Blöcken wie Charanga do França und Vou de Táxi, die sich den Festivitäten anschlossen.