In einem exklusiven Interview mit Le Figaro spricht der Sorbonne-Historiker Pierre Vermeren über sein Buch "France-Algérie. De 1962 à nos jours. Histoire d'une relation pathologique", das am 12. März bei Tallandier erschienen ist. Er beschreibt die Beziehungen zwischen Frankreich und Algerien als pathologisch und argumentiert, dass der Algerienkrieg eine alte Geschichte ist.
Der am 18. März 2026 veröffentlichte Artikel von Alexandre Devecchio in Le Figaro bietet eine exklusive Vorschau auf das Buch von Pierre Vermeren. Vermeren, Professor an der Sorbonne für zeitgenössische Geschichte des Maghreb und des Nahen Ostens, zeichnet die tiefe Krise der Beziehungen zwischen Frankreich und Algerien von 1962 bis heute nach. Der Titel des Interviews lautet: " France-Algérie, quand une relation est toxique, ne vaut-il pas mieux la rompre ? "In dem Papier wird festgestellt, dass sich die bilateralen Beziehungen in der schwersten Krise seit dem Algerienkrieg befinden. Auf die Frage, ob die Rückbesinnung auf diesen Krieg die heutigen Probleme erklärt, antwortet Vermeren: "Nein. Autant les souffrances inutiles et cruelles ont été immenses de part et d'autre, autant il s'agit d'histoire ancienne. Für die jungen Franzosen ist der Krieg in Algerien wie die beiden Weltkriege: langweilig und undurchsichtig. Und 90 % der lebenden Algerier wissen nicht, was sie getan haben. La guerre d'Algérie a été gagnée par les Algériens et, dans l'après-guerre, ils savouraient leur victoire. "Er fragt nach der rückwirkenden Illusion und warum "l'État algérien demande-t-il des comptes à la France, là où les Vietnamiens n'en demandent". Der vollständige Artikel ist nur für Abonnenten zugänglich.