Die kenianische Polizei hat die Regierung dazu aufgerufen, die stationären Geschwindigkeitsmessanlagen der National Transport and Safety Authority (NTSA) auszubauen und landesweit Sofortgeldbußen wieder einzuführen. Chefinspektorin Hellen Wamuyu erklärte, dass diese Maßnahmen rücksichtsloses Fahren unterbinden und die Disziplin im Straßenverkehr fördern würden. Die Forderung folgt auf eine Reihe tödlicher Unfälle sowie staatliche Bemühungen, eine gerichtliche Verfügung gegen das Bußgeldsystem aufzuheben.
Chefinspektorin Hellen Wamuyu vom National Police Service sprach sich am Mittwoch in einer Stellungnahme für eine Ausweitung der Geschwindigkeitsüberwachungskameras aus.
„Die Regierung sollte noch mehr Kameras installieren, als wir derzeit haben, und Sofortgeldbußen sollten so weit wie möglich eingesetzt werden, um für Disziplin zu sorgen“, sagte Wamuyu.
Sie merkte an, dass die Polizei aufgrund begrenzter Personalressourcen angesichts des steigenden Verkehrsaufkommens nicht jede Straße überwachen könne.
Autofahrer in kamerauberwachten Bereichen würden vorsichtiger fahren und sich gegenseitig vor diesen Abschnitten warnen. „Wir haben in einigen Straßenabschnitten Blitzer, und das wissen die Leute. Wo wir diese Kameras haben, passen die Fahrer auf und geben sich gegenseitig Hinweise“, stellte Wamuyu fest.
Polizeibeamte argumentieren, dass ein breiterer Einsatz von Kameras und Sofortgeldbußen die Zahl der Unfälle verringern würde, ohne dass man sich ausschließlich auf Polizeikräfte verlassen müsse.
Der Aufruf erfolgt nach Berichten über mehrere tödliche Verkehrsunfälle. Der stellvertretende Präsident Kithure Kindiki forderte die Justiz auf, die einstweilige Verfügung gegen das NTSA-System für Sofortgeldbußen aufzuheben. Er wies darauf hin, dass Fahrern, die nicht zahlten, eine Festnahme drohe und ihre Fahrzeuge fahruntüchtig gemacht würden.
Die NTSA hatte das System nach Bedenken von Fahrern während der Einführungsphase pausiert, um Zeit für öffentliche Aufklärung und Sensibilisierung zu gewinnen.