Steigende Zahlungsausfälle schüren Sorgen um argentinische Privathaushalte

Die Ökonomin Paula Pía Ariet warnte, dass die Zahlungsausfälle seit 17 Monaten in Folge gestiegen sind, da Familien Kredite für alltägliche Ausgaben aufnehmen, die sie nicht zurückzahlen können.

Die Verschuldung argentinischer Privathaushalte nimmt weiter zu und sorgt für Besorgnis im Finanzsystem. In einem Interview mit Canal E sagte die Ökonomin Paula Pía Ariet, das Problem sei nicht der Zugang zu Krediten, sondern die Unfähigkeit, diese zurückzuzahlen. „Kredite aufzunehmen ist nicht schlecht. Das Problem entsteht, wenn wir sie nicht zurückzahlen können“, erklärte sie.

Ariet erläuterte, dass der Verlust an Kaufkraft viele Haushalte dazu zwingt, alltägliche Ausgaben mit Kreditkarten und digitalen Geldbörsen zu finanzieren. Die höchste Ausfallquote verzeichnen Letztere, da der Zugang hier unmittelbar erfolgt. Die Altersgruppe der 18- bis 35-Jährigen ist am stärksten betroffen.

Die Expertin empfahl, die Rückzahlung von Schulden mit dem Jahresendbonus gegenüber jeglichen Investitionen zu priorisieren, und forderte eine stärkere finanzielle Bildung von klein auf, um eine Überschuldung zu vermeiden.

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