Der Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige Vizepräsident der Zentralbank, Pablo García, erklärte, dass die Diskrepanz in der Staatsverschuldungsprognose lediglich eine Frage der Annahmen sei und kein Berechnungsfehler. Er betonte, dass das eigentliche Problem die anhaltende fiskalische Belastung der chilenischen Wirtschaft sei.
In einer Stellungnahme gegenüber Radio13C erklärte García, dass zum Jahresende der Haushaltssaldo mit einer besseren Datenlage überprüft werde. Die Verwendung dieser Differenz für die Hochrechnung der Verschuldung führe zu einem höheren Wert.
Der Präsident der Nationalen Kommission für Evaluierung und Produktivität bezeichnete Vierjahresprognosen als „ziemlich unwesentlich und zweitrangig“. Stattdessen merkte er an, dass die fiskalische Belastung erheblich und dauerhaft sei.
García erinnerte daran, dass Finanzminister Jorge Quiroz die Möglichkeit erwähnte, das Parlament um die Genehmigung für eine höhere Kreditaufnahme zu ersuchen. Er sagte, dies übertrage die volle Verantwortung auf die derzeitige Regierung, Präsident Kast und Quiroz selbst.