Ein Indikator der Banco de la República zeigt, dass kolumbianische Schuldner 41,7 Prozent ihres monatlichen Einkommens für die Rückzahlung von Bankkrediten aufwenden. Dieser Wert übersteigt den Durchschnitt der letzten fünf Jahre.
Laut dem jüngsten vierteljährlichen Finanzstabilitätsindikator der Zentralbank erreichte die finanzielle Belastung im letzten Zeitraum 41,7 Prozent. Das bedeutet, dass von jedem Peso, der in die Haushalte fließt, fast 42 in Kreditraten fließen.
Der Anstieg ist auf erhöhte Zinssätze und die anhaltende Inflation zurückzuführen. Daten von Asobancaria zeigen, dass bis zu 70 Prozent der Bürger ihr gesamtes Monatseinkommen ausgeben, ohne Rücklagen für Notfälle zu bilden.
Experten wie Jaime Jaramillo von Finanzas Emocionales empfehlen, Schulden nach Zinssätzen zu priorisieren, detaillierte Budgets zu erstellen und Neuverhandlungen zu vermeiden, die lediglich die Laufzeiten verlängern. Wilson Triana, ehemaliger Manager der Scotiabank Colpatria, rät dazu, keine neuen Kreditlinien mehr in Anspruch zu nehmen, um die Gesamtverschuldung zu senken.