Ein Bericht des Beratungsunternehmens Delfos zeigt, dass 43 % der befragten Argentinier einen Zweitjob suchen, da ihr derzeitiges Einkommen nicht zur Deckung der Grundausgaben ausreicht. Das Phänomen betrifft vor allem Personen im Alter von 16 bis 49 Jahren sowie Rentner. Die nationale Umfrage, die vom 10. bis 14. April 2026 unter 3.120 Teilnehmern durchgeführt wurde, unterstreicht die wirtschaftliche Anfälligkeit im Land.
Der Delfos-Bericht stellt fest, dass vier von zehn Argentiniern nach einem zweiten Arbeitsplatz suchen, um ihre Grundbedürfnisse zu decken, wobei 43 % der Befragten angeben, ihr derzeitiges Einkommen sei unzureichend. Nur 20 % benötigen keine zusätzliche Arbeit, während der Rest nicht auf dem Arbeitsmarkt vertreten ist oder sich auf andere Aktivitäten konzentriert.
Rentner, Pensionäre und Personen im Ruhestand machen 14 % derjenigen aus, die ein Zusatzeinkommen suchen, und liegen damit an dritter Stelle hinter selbstständigen Handwerkern (28 %) und Angestellten in der Privatwirtschaft (15 %). Weitere Gruppen sind Lehrer (8 %), Angestellte im öffentlichen Dienst der Provinzen (7 %) und Fachkräfte (6 %). 77 % der Betroffenen sind zwischen 16 und 49 Jahre alt.
Geografisch entfallen 20 % der Fälle auf den Großraum Buenos Aires, gefolgt von der Region NEA (19 %) und NOA (17 %). Die Provinz Buenos Aires trägt 14 % bei, Córdoba 9 % und CABA 6 %.
"Das Problem ist nicht nur der Zugang zu Beschäftigung, sondern deren Kapazität, die Grundbedürfnisse zu decken, was ein komplexes Szenario verfestigt, dem man nur schwer durch wirtschaftliche Vulnerabilität entkommen kann", schlussfolgert die Analyse von Delfos.
Im Februar 2026 stiegen die Durchschnittslöhne laut INDEC monatlich um 2,4 % und lagen damit unter der Inflationsrate von 2,9 % im Februar. Sie haben sich im Jahresvergleich auf 5 % summiert, bei einer Inflation von 5,9 %.