Bericht enthüllt armutsbedingte Arbeitslücken bei chilenischen Frauen

Eine neue Studie auf Basis der CASEN-Umfrage 2024 unterstreicht, wie Armut, Betreuungsaufgaben und informelle Beschäftigung die Arbeitsmarktklüfte für Frauen im untersten Einkommensquintil Chiles vertiefen. Experten auf einem Forum von Red Activa analysierten Daten, die eine Frauenarbeitslosigkeit von 27 %, hohe informelle Beschäftigungsraten und eine unverhältnismäßige Belastung durch Betreuungsaufgaben belegen. Als Schlüssellösungen schlugen sie Kinderkrippen, Flexibilität und Formalisierung vor.

Bei einer von La Tercera TV veranstalteten Red Activa-Veranstaltung präsentierten Experten den Bericht 'Zoom de Género Especial CASEN Pobreza', der von ChileMujeres, OCEC UDP und der Handelskammer Santiago unter Verwendung von Daten der CASEN-Umfrage 2024 erstellt wurde.

Juan Bravo, Direktor von OCEC UDP, stellte fest, dass die Erwerbsbeteiligung von Frauen mit dem Haushaltseinkommen steigt, die Geschlechterklüfte sich jedoch in den ärmeren Quintilen vergrößern. „Im untersten Quintil sind 15,3 % der Frauen aufgrund von Betreuungsaufgaben nicht erwerbstätig, gegenüber 2 % im höchsten Quintil“, sagte er. Dort erreicht die Arbeitslosigkeit bei Frauen 27 %, 60,4 % arbeiten informell und 53,6 % in Teilzeit mit 30 Stunden pro Woche.

Francisca Jünemann, geschäftsführende Präsidentin von ChileMujeres, stellte gegenüber: „Frauen in den oberen Einkommensschichten erreichen eine Erwerbsbeteiligung von nahezu 80 % bei niedriger Arbeitslosigkeit, während im ersten Quintil weniger als 30 % einer bezahlten Arbeit nachgehen.“ Osvaldo Larrañaga von der Expertenkommission zur Armutsmessung 2024 brachte Armut mit Beschäftigung in Verbindung: Die neue Methode erhöhte die Zahl der von Armut betroffenen Menschen auf 3,5 Millionen, darunter fast zwei Millionen Frauen, und korrigierte damit frühere Fehleinschätzungen.

María Teresa Vial, Präsidentin der Handelskammer Santiago, betonte die Bedeutung von informeller Arbeit im Handel und den Wert formeller erster Arbeitsplätze. In Bezug auf die Bildung warnten Bravo und Larrañaga trotz der Abdeckung vor mangelnder Qualität, da fast 50 % funktionale Analphabeten seien.

Die Diskussionsteilnehmer forderten universelle Kinderkrippen, Arbeitsflexibilität und den Abbau von Bürokratie, um Arbeitsplätze zu formalisieren. Jünemann wies darauf hin, dass 1.500 Kinder auf einen Platz in öffentlichen Kinderkrippen warten, was die Einstellung armer Frauen behindert. Angesichts der wirtschaftlichen Abschwächung sehen sie Potenzial darin, 1,4 Millionen inaktive Frauen zu aktivieren.

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