Eine seit 200 Jahren verborgene Felsritzung wurde in Tanum wiederentdeckt; es ist der bedeutendste Fund in dem Weltkulturerbe seit über 30 Jahren. Die Entdeckung gelang mithilfe einer alten Skizze von Carl Georg Brunius. Die Ritzung wird jedoch zum Schutz wieder zugeschüttet.
Eine Felsritzung wurde unter einem Waldweg in Tanum im nördlichen Bohuslän wiederentdeckt, nachdem sie 200 Jahre lang verborgen war. Der Fund ist der größte in der Gegend seit über 30 Jahren und wurde mithilfe einer Darstellung aus dem frühen 19. Jahrhundert von Carl Georg Brunius gemacht, der in seiner Heimatgemeinde Tanum Felsritzungen skizzierte. Die Zeichnungen existieren als unveröffentlichte Manuskripte in einem Archiv in Stockholm, so der Antiquar Hans Lundenmark vom Vitlycke-Museum.
Die Ritzung besteht aus mindestens einem Dutzend Schiffen, sechs Tieren, drei Fußsohlen und einer Reihe von Schälchen. Der erdige Fels sieht aktuell wenig beeindruckend aus, wird aber getrocknet, gereinigt, untersucht und gescannt, bevor er wieder abgedeckt wird. „Sie liegt leider genau mitten auf einem Waldweg“, sagt Lundenmark.
„Sie wird geschützt und wieder vergraben, was vielleicht etwas traurig klingt. Gleichzeitig sind wir ein wenig verwöhnt mit schönen Felsritzungen, daher geben wir diese an zukünftige Generationen weiter“, fügt er hinzu.
In Tanum gibt es über 600 bekannte Felsritzungen. Eine weitere Darstellung von Brunius mit mindestens 200 einzelnen Ritzungen bleibt trotz Suchen seit Anfang des 20. Jahrhunderts und auch in jüngster Zeit verschollen. „Es ist extrem seltsam, da sie so groß ist. Aber sie ist irgendwie aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden“, sagt Lundenmark.