Ein 61-Jähriger ist in der schwer zugänglichen Falkensteiner Höhle auf der Schwäbischen Alb an einem medizinischen Notfall gestorben. Trotz eines Großeinsatzes mit über 100 Helfern kam die Rettung zu spät. Die Begleiter konnten unverletzt geborgen werden.
In der Falkensteiner Höhle im Kreis Reutlingen war der 61-Jährige mit einer Gruppe aus sechs Besuchern und drei Tour-Guides etwa 1300 Meter tief in der Höhle, als der medizinische Notfall eintrat. Bürgermeister Patrick Docimo von Grabenstetten teilte mit, dass die Bergung der Leiche noch mehrere Stunden in Anspruch nehmen werde. Die Polizei stellte fest: »Hinweise auf Fremdverschulden oder ein vorwerfbares Verhalten Dritter ergaben sich nicht.«
Bergwacht und Rettungsdienst eilten mit Spezialkräften zum Ort. Der Weg zur Höhle über unwegsames Gelände dauerte etwa eineinhalb Stunden, in der Höhle mussten Höhenunterschiede überwunden werden, und es gibt keinen Funkempfang. Insgesamt waren über 100 Einsatzkräfte im Einsatz.
Die Falkensteiner Höhle ist eine wilde, aktive Wasserhöhle, aus der der Fluss Elsach entspringt. Seit 2018 ist der Zugang wegen Hochwassergefahr offiziell verboten und nur mit Ausnahmegenehmigung der Gemeinde Grabenstetten möglich. Es handelt sich nicht um die erste große Rettungsaktion in der Höhle; im Sommer 2019 wurden ein Führer und sein Kunde nach 24 Stunden gerettet, zuletzt im Mai zwei Männer vom Wasser überrascht.