Bei Lawinenabgängen in Tirol und Vorarlberg in Österreich sind drei Wintersportler ums Leben gekommen, darunter zwei Deutsche. Die Unfälle ereigneten sich auf Touren und abseits gesicherter Pisten trotz hoher Lawinengefahr. In Salzburg überlebte ein Betroffener.
In den österreichischen Bundesländern Tirol und Vorarlberg sind am Dienstag drei Menschen bei Lawinenabgängen gestorben. Zwei der Opfer stammen aus Deutschland, das dritte aus den Niederlanden. Die Polizei meldete, dass allein in Tirol an diesem Tag mehr als 30 Lawinen abgegangen seien. Die Warndienste hatten in Tirol und Vorarlberg die zweithöchste Gefahrenstufe ausgerufen.
Im Navistal in den Tuxer Alpen in Tirol erfasste eine Lawine zwei Tourengeher auf dem Weg zum Geier (2.857 Meter). Der 44-jährige Deutsche wurde vollständig verschüttet und starb am Unfallort. Sein Begleiter, der nur teilweise begraben war, befreite sich selbst und grub den Mann aus, konnte ihn jedoch nicht mehr retten. Eine andere Quelle nennt das Alter des Opfers mit 43 Jahren und gibt den Herkunftsort als Ostalbkreis an.
In Fiss im Bezirk Landeck in Tirol starb ein 71-jähriger Niederländer auf der gesperrten Adlerroute. Er war ohne Lawinensuchgerät unterwegs, als drei Wintersportler von einer Lawine erfasst wurden. Er war der Einzige ohne solches Gerät.
Im Skigebiet Sonnenkopf im Klostertal in Vorarlberg wurde ein 42-jähriger Deutscher aus dem Landkreis Lörrach beim Snowboarden abseits der Pisten von einer Lawine mitgerissen. Sein 15-jähriger Sohn alarmierte die Rettungskräfte, die den Vater erst nach einer Stunde fanden. Er war bereits am Ort verstorben. Im Süden Vorarlbergs galt oberhalb 1.800 Metern die zweithöchste Stufe.
In Salzburg im Großarltal überlebte ein 70-jähriger Skitourengeher einen Abgang. Seine Begleiter schaufelten ihn teilweise frei, Einsatzkräfte und ein Notarzt retteten ihn vollständig. Bereits am Montag waren zwei Snowboarder am Stubai-Gletscher in Tirol tödlich verunglückt. Die Lawinensituation im Westen Österreichs bleibt angespannt.