Nach einem schweren Schneesturm in Österreich sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen, darunter durch Lawinen in Tirol. Der Flughafen Wien stellte den Betrieb vorübergehend ein, und es gab Stromausfälle sowie gesperrte Straßen. Die Lawinengefahr bleibt in den Alpen hoch.
Ein starker Schneesturm hat in Österreich zu mindestens fünf Todesfällen geführt. In Linz wurde ein 53-Jähriger tödlich verletzt, als ein Schneeräumgerät in einer Wohnanlage auf eine Treppe fiel, teilte die Polizei mit. In Westtirol starb ein deutscher Skifahrer durch eine Lawine, sein 16-jähriger Sohn wurde schwer verletzt. Berichte variieren zu den Lawinentoten in St. Anton: Die ZEIT spricht von drei Toten, während andere Quellen zwei Tote und drei Verletzte nennen. Zusammen mit dem Vorfall in Nauders, wo ein 42-jähriger Deutscher aus dem thüringischen Landkreis Eichsfeld getötet wurde, während sein Sohn überlebte, ergeben sich mindestens vier Lawinentote.
Bis zu 40 Zentimeter Schnee fielen, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte. Die A21-Autobahn bei Wien war mehrere Stunden gesperrt, und der ÖAMTC meldete Blockaden durch Schneeverwehungen und liegen gebliebene Lastwagen. Am Flughafen Wien wurden alle Flüge am Vormittag eingestellt, später gab es Verspätungen.
Stromausfälle betrafen 30.000 Haushalte in der Steiermark und 40.000 in Slowenien. Die Lawinengefahr ist hoch: In Bayern gilt oberhalb 1.600 Metern Stufe vier von fünf, und in Südösterreich wurde eine Warnung für die Region um Graz ausgegeben. Lawinen könnten sich durch geringe Belastung lösen.
Die Behörden warnen vor weiterer Gefahr in den Alpenregionen.