Der französische Alpinski-Fahrer Ken Caillot verunglückte beim Training für die prestigeträchtigen Hahnenkamm-Weltcuprennen in Kitzbühel, Österreich, entkam aber mit nur einem Bluterguss. Der Vorfall unterstreicht die Gefahren der anspruchsvollen Streif-Strecke vor dem Super-G am Freitag und der Abfahrt am Samstag. Schweizer Marco Odermatt will im ikonischen Abfahrtsrennen siegen.
Am Mittwoch stürzte der französische Fahrer Ken Caillot hoch auf der 3,3 km langen Streif-Strecke während eines Trainings für die Hahnenkamm-Weltcuprennen in Kitzbühel, Österreich. Mit Startnummer 59 wurde Caillot per Helikopter evakuiert, meldete aber keine schweren Verletzungen. „Ich habe nichts gebrochen“, schrieb er in sozialen Medien. „Ich bin unglaublich glimpflich davongekommen, nur ein großes Hämatom am Rücken. Ich habe einen kleinen Stern, der über mich wacht“, fügte er hinzu und lobte seine Airbag und Helm für den Schutz. Der Sturz ereignet sich Wochen vor den Winterolympics, wo die Herren-Alpinrennen in Bormio stattfinden, Schauplatz weiterer kürzlicher französischer Unfälle, einschließlich des Sturzes seines Teamkollegen Alexis Pinturault in Kitzbühel letztes Jahr und der Saisonendrverletzung von Cyprien Sarrazin dort. Italiener Giovanni Franzoni war in den zwei Trainingläufen Schnellster, nach seinem ersten Weltcupsieg in Wengen am Wochenende, den er seinem verstorbenen Teamkollegen Matteo Franzoso widmete, der im September bei einem Trainingsunfall in Chile starb. Die Hahnenkamm, erstmals 1931 ausgetragen, gilt als „Super Bowl des Skirennsports“, mit Geschwindigkeiten bis 140 km/h auf einer 85-Prozent-Steigung mit 80-Meter-Sprüngen. Der österreichisch-niederländische Fahrer Marcel Hirscher nannte sie „die Benchmark“ und sagte: „Einfach ein guter Skifahrer zu sein, reicht nicht. Ein Sieg in Kitzbühel gehört zu [einer vollständigen Ski-Biografie].“ Sicherheitsmaßnahmen umfassen 17 km Netze, 180 Aufprallschutzmatten und 160 Luftfänge. Die Abfahrt bietet 101.000 Euro Preisgeld, Teil eines 1-Mio.-Euro-Topfs über drei Tage. Schweizer Marco Odermatt, Weltbester in Abfahrt, Super-G und Riesenslalom, jagt am Samstag seinen ersten Hahnenkamm-Abfahrtssieg. Österreicher Vincent Kriechmayr wies auf die Risiken hin: „Wir fahren auf zwei Brettern den Berg hinunter. Jeder nimmt ein Risiko in Kauf und weiß es.“ Norweger Aleksander Aamondt Kilde ergänzte: „Wir denken, wir sind Superhelden... aber wir sind wie alle anderen, nur ein bisschen verrückt.“ Italiener Dominik Paris, dreifacher Kitzbühel-Abfahrtswinner, riet: „Respekt hält dich sicher. Wenn du Angst hast, ist es vielleicht Zeit aufzuhören.“ Das Event lockt Hunderttausende Fans ins Tiroler Tal-Resort für das packende Spektakel.