Die deutsche Skifahrerin Emma Aicher ist beim Slalom in Courchevel Dritte geworden und feiert ihren zweiten Podiumserfolg innerhalb von drei Tagen. Die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin dominierte das Rennen klar und holte ihren 105. Weltcupsieg. Aichers Teamkollegin Lena Dürr schied im zweiten Durchgang aus.
Beim Slalom unter Flutlicht in Courchevel hat die 22-jährige Emma Aicher aus Deutschland den dritten Platz belegt. Sie musste sich nur der überragenden Mikaela Shiffrin aus den USA und der Schweizerin Camille Rast geschlagen geben. Shiffrin, die nun auf 105 Weltcupsiege kommt – davon allein 68 im Slalom –, hatte mehr als eineinhalb Sekunden Vorsprung auf Rast. Aicher lag 1,71 Sekunden hinter der Siegerin.
Drei Tage zuvor hatte Aicher in St. Moritz die Abfahrt vor Lindsey Vonn gewonnen, bevor sie im Super-G stürzte. Nun gelang ihr ein weiterer Coup im Torlauf. »Ich bin einfach gefahren«, sagte Aicher trocken im ARD-Interview. »Skifahren geht in die richtige Richtung jetzt gerade, ich bin einfach zufrieden damit.«
Ihre Teamkollegin Lena Dürr, 34, war nach dem ersten Lauf Dritte, schied aber im zweiten Durchgang durch einen Fahrfehler aus. Das war ein Dämpfer nach ihrem zweiten Platz in Copper Mountain.
Ex-Skifahrer Felix Neureuther lobte Aichers Leistung: »Ich muss vor dieser Frau immer wieder den Hut ziehen.« Mit drei Podiumen in diesem Olympia-Winter nannte er es »sensationell«. Aicher plant, sich nicht auszuruhen, und startet nächstes Wochenende in Val d'Isère bei Speed-Events.