Ruby Nilsson erforscht unsterbliche Trans-Körper in neuem Werk

Malmö-Künstlerin Ruby Nilsson präsentiert das Performance-Stück 'Respawn' im Inkonst und stellt Vorwürfe gegenüber Trans-Frauen als nekrophile Eindringlinge infrage. Das Werk greift Themen wie Unsterblichkeit und gotischen Horror auf, inspiriert von einem härteren Klima für Transmenschen. Tänzerin Liza Tegel verkörpert einen unsterblichen Geist, der Körper und Geschlecht wechselt.

Im Inkonst in Malmö arbeitet Künstlerin Ruby Nilsson an ihrem neuen Performance-Stück 'Respawn', das das Konzept der Unsterblichkeit im Zusammenhang mit den Körpern von Transmenschen erforscht. Der Titel 'Respawn' stammt aus dem Gaming-Bereich und bezieht sich auf Feinde, die nach dem Tod wiederauferstehen. Das Werk thematisiert Vorwürfe aus der trans-ausschließenden Feminismus, dass Trans-Frauen nekrophile Eindringlinge in Frauenkörper seien, und Nilsson entscheidet sich dafür, diese Stereotype anzunehmen.  nn'Wie tötet man einen unsterblichen Körper?', fragt Nilsson im Stück.  nnSeit Montag finalisiert sie die Produktion im Keller des Inkonst, mit einem Projektor, der das Wort 'resurrection' zeigt, und weißem Rauch, der den Boden füllt. Das Stück handelt von einem unsterblichen Geist, der Körper und Geschlecht wechselt und nun bestraft wird, wobei die Figur ihre letzte Chance zur Verteidigung hat. Tänzerin Liza Tegel verkörpert die Rolle, mit einer Maske, die von Nilsons Gesicht abgegossen wurde, und einer Perücke, die das Haar der Künstlerin imitiert.  nn'Spuren von mir sind überall, auch wenn ich selbst nicht sichtbar bin', sagt Nilsson.  nnDie Künstlerin beschreibt ihr Werk als Weg, den auf Transmenschen projizierten Horror und Gotik zu eigen zu machen. Sie erwähnt eine Verschiebung in den letzten Jahren hin zu einem härteren Klima für Transmenschen weltweit.  nn'Wir erleben den Beginn einer globalen Verfolgung von Transmenschen', sagt sie.  nnTrotz des dunklen Themas endet das Stück mit einer hoffnungsvollen Botschaft: Auch wenn Transmenschen sterben, kehren sie zurück. Nilsson sieht die Kunst als Therapie, um mit einer albtraumhaften Realität umzugehen.  nn'Ich werde mich darin suhlen, die Schurkin zu sein', sagt sie.

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