Ein pensionierter Polizeibeamter sagte vor der Madlanga-Kommission aus, dass ein monatlicher Sicherheitsvertrag im Wert von 593,56 Rand Jahre vor dem Diebstahl von Kokain im Wert von 200 Millionen Rand aus einem Hawks-Gebäude in Port Shepstone ausgelaufen war. Der Diebstahl ereignete sich im November 2021, nachdem wiederholte Warnungen vor unzureichendem Schutz ignoriert worden waren. Richter Mbuyiseli Madlanga bezeichnete die Situation als unfassbar.
Jakobus Prinsloo, ein ehemaliger Hawks-Beamter, sagte am 7. Mai 2026 aus, dass der Sicherheitsvertrag mit National Security and Fire im März 2020 ausgelaufen sei. Das Unternehmen stellte seine Dienste im Dezember 2020 wegen Nichtzahlung ein. Er gab an, dass das Alarmsystem im Gebäude in Port Shepstone mit keinem Sicherheitsdienst verbunden geblieben sei.
Prinsloo fügte hinzu, dass es auf dem Gelände im vergangenen Jahrzehnt mehrere Einbrüche gegeben habe. Er habe seine Vorgesetzten im Januar 2021 vor der mangelnden Sicherheit gewarnt und darauf hingewiesen, dass Beamte die Einbrüche erst bei ihrer Ankunft bemerken würden. Die im Juni 2021 beschlagnahmte Kokainlieferung wurde in einem ungesicherten begehbaren Tresor aufbewahrt, obwohl zuvor beschlossen worden war, dort keine Beweismittel zu lagern.
Das Gebäude verfügte über keinen Generator, keine internen Kameras und teilte sich das Gelände mit anderen Unternehmen. Prinsloo sagte, dass die Tresorschlösser während des Diebstahls aufgebrochen wurden und die Beweismitteltüten später weggeworfen im Freien gefunden wurden. Er bestätigte, dass bis zu seinem letzten Besuch im Mai 2026 keine Sicherheitsverbesserungen vorgenommen worden seien.
Richter Madlanga bemerkte während der Anhörung, dass es schwer zu begreifen sei, warum trotz bekannter Risiken keine grundlegenden Schutzmaßnahmen aufrechterhalten wurden. Prinsloo erklärte, dass leitende Beamte hätten wissen müssen, dass die Räumlichkeiten für die Lagerung von beschlagnahmten Drogen mit hohem Wert ungeeignet waren.