Der Senat hat am Dienstag (30.) den Einsatz von Pfefferspray durch Frauen zur Abwehr ungerechtfertigter, gegenwärtiger oder unmittelbar drohender Übergriffe gebilligt. Der Gesetzesentwurf geht nun zur Unterzeichnung an die Präsidentschaft.
Der Vorschlag genehmigt die Vermarktung, den Erwerb und den Besitz von Sprays auf pflanzlicher Basis zur persönlichen Verteidigung für Frauen ab 18 Jahren sowie für Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren mit elterlicher Erlaubnis. Der Text wurde symbolisch verabschiedet und hatte die Abgeordnetenkammer bereits im März passiert. Der Gesetzentwurf legt Regeln fest, wie etwa den Nachweis eines festen Wohnsitzes, das Fehlen einer strafrechtlichen Verurteilung und eine Höchstmenge von 50 ml pro Produkt. Er schafft zudem das Nationale Ausbildungsprogramm zur Selbstverteidigung und zum Einsatz weniger gefährlicher Hilfsmittel für Frauen. Experten, die von der Folha befragt wurden, wie etwa Alice Bianchini und Valéria Scarance, warnen, dass das Gerät bei häuslicher Gewalt nur begrenzt wirksam ist, da diese häufig durch Überraschungsmomente und physische Nähe geprägt ist. Sie betonen die Notwendigkeit einer Schulung, um zu verhindern, dass das Spray gegen das Opfer selbst eingesetzt wird.