Die Abgeordnetenkammer stimmte am Montag einer 30-tägigen Verlängerung des Ausnahmezustands in der südlichen Makrozone zu. Die Maßnahme zielt darauf ab, die ländliche Gewalt in La Araucanía und Biobío zu bekämpfen.
Die Abgeordnetenkammer billigte die Verlängerung mit 112 Ja-Stimmen, 20 Nein-Stimmen und 11 Enthaltungen. Die von Präsident José Antonio Kast beantragte Initiative geht nun am Dienstag zur Prüfung an den Senat.
Innenminister Claudio Alvarado kündigte einen Gesetzentwurf an, um die Befugnisse der Streitkräfte während solcher Ausnahmezustände zu erweitern. Dies beinhaltet präventive Identitätskontrollen, Durchsuchungen von Kleidung und Fahrzeugen sowie Festnahmen auf frischer Tat.
Alvarado erklärte zudem, dass die Regierung ein von der Vorgängerregierung übernommenes Entschädigungsgesetz für Opfer beschleunigt vorantreiben werde. Rund 6.000 Millionen Pesos sollen in wirtschaftliche Unterstützung und Begleitprogramme fließen.
Der Minister verwies auf einen Rückgang der gewalttätigen Vorfälle um 80 % seit dem Höhepunkt im Jahr 2023. Ein einheitliches militärisches Kommando für die Makrozone wird ebenfalls in Betracht gezogen.