Der Kongressabgeordnete Shashi Tharoor hat Pakistan für die Ausrichtung der US-Iran-Friedensgespräche in Islamabad scharf kritisiert. Er erklärte, dass nur Pakistan eine solche Rolle spielen könne. Tharoor hinterfragte zudem einen Social-Media-Beitrag des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif.
Neu-Delhi, 11. April 2026. Der Kongressabgeordnete Shashi Tharoor bemerkte, dass nur Pakistan die Rolle spielen könne, die es derzeit gegenüber den USA bei der Ausrichtung der Gespräche in Islamabad einnimmt. Die Aussage fällt in eine Zeit hochrangiger US-Iran-Friedensverhandlungen vor Ort. Tharoor bezog sich auf einen viralen Social-Media-Beitrag des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif, der an Donald Trump gerichtet war. Er deutete an, dass Sprache und Struktur des Beitrags auf eine Beteiligung Washingtons hindeuteten. Einem Bericht der New York Times zufolge wurde der Appell nach einer Zustimmung des Weißen Hauses veröffentlicht. An den Gesprächen in Islamabad sind US-Vizepräsident JD Vance und der iranische Außenminister Seyed Abbas Araghchi beteiligt. Sie begannen mit fünfstündiger Verspätung aufgrund tiefgreifender Differenzen und gegenseitigen Misstrauens. Pakistan gibt an, einen positiven trilateralen Auftakt vermittelt zu haben. Tharoor wies auf die 900 km lange Grenze Pakistans zum Iran und dessen große schiitische Bevölkerung hin, was er mit direkten Interessen verknüpfte. Er sagte, dass eine Eskalation des Konflikts zu einem Flüchtlingsdruck auf Pakistan führen könnte. Er forderte Pakistan auf, glaubwürdige Maßnahmen gegen den Terrorismus zu ergreifen, um sich als Friedensvermittler zu positionieren.