Katerina Siniakova, Weltranglistenerste im Damen-Doppel, zog mit einem dominanten Sieg in die zweite Runde des Australian-Open-Simpleinzugs ein. Die Tschechin trifft am Donnerstag auf die Viergesetzte Amanda Anisimova und äußert Optimismus trotz Underdog-Status. Siniakova betonte ihren Fokus, die Chance ohne Druck zu genießen.
Katerina Siniakova, 29-jährige Doppel-Spezialistin mit zehn Grand-Slam-Titeln, bereitet sich auf einen seltenen Deep Run im Simple beim Australian Open 2025 vor. Bei ihrer 13. Auftakt in Folge sicherte sie sich im ersten Spiel einen leichten 6:1, 6:2-Sieg gegen die Ungarin Panna Udvardy und gab nur zwei Breakpunkte ab. Dies ist einer der einseitigsten Siege im Damen-Feld bisher. Siniakova setzt sich seit Langem für das Spielen von Simple und Doppel bei Grand Slams ein, eine Strategie, die im Doppel Früchte trug: Sie gewann in den letzten vier Jahren dreimal den Australian-Open-Titel – zweimal mit Landsfrau Barbora Krejčíková und einmal in diesem Jahr mit der US-Partnerin Taylor Townsend. Townsend, die als Lucky Loser ins Simple-Hauptfeld kam, nachdem sie in der Qualifikation scheiterte, verlor am Sonntag in drei Sätzen gegen die Landsfrau Hailey Baptiste. In einem Gespräch mit Flashscore in Melbourne am Dienstag spielte Siniakova die Auswirkungen auf ihre Doppelkampagne herunter: „Ich habe nicht über ihre Niederlage gesprochen... Es ist egal, wie sie im Simple spielt.“ Das bevorstehende Zweitrundenspiel gegen die Viergesetzte Amanda Anisimova ist Neuland für Siniakova, die in Melbourne im Simple nie über diese Runde hinaus kam. Ihr letzter Sieg gegen eine Top-10-Spielerin im Simple war im Februar 2024 ein 6:2, 6:4 gegen Coco Gauff. Zum Teilnehmerraster reflektierte Siniakova: „Ich habe nicht wirklich darüber nachgedacht. Ich bin einfach froh, durch zu sein. Ich hatte hier einige harte Niederlagen, daher sehe ich eine große Chance.“ Die Gegnerin lobend, fügte sie hinzu: „Sie ist eine tolle Spielerin. Was für ein Jahr sie letztes Jahr hatte. Sie haut stark auf, es wird also ein schnelles Match. Ich habe nichts zu verlieren. Ich versuche einfach, mein bestes Tennis zu zeigen.“ Siniakova drückte auch Stolz auf den Aufstieg tschechischer Talente aus: „Ich bin so stolz, Tschechin zu sein.“ Ihre Vorbereitung bleibt flexibel, wobei das Duo zunächst den individuellen Simple-Fokus priorisiert, bevor es sich für Doppel-Warm-ups vereint. Diese Einstellung unterstreicht Siniakovas vorsichtige, aber aufgeregte Haltung, erstmals die dritte Runde zu erreichen.