Drei Berichte, die am 23. Juli vom Minerals Council South Africa veröffentlicht wurden, unterstreichen, wie die Bergbauindustrie des Landes bei Digitalisierung, Automatisierung und KI gegenüber internationalen Wettbewerbern ins Hintertreffen gerät.
Der Global Benchmarking Report, der vom Johannesburg Research Institute for Innovation and Sustainability und dem Minerals Council South Africa erstellt wurde, stuft Südafrika bei der Einführung moderner Technologien unter 10 großen Bergbaujurisdiktionen niedrig ein. Australien und Schweden sind führend als Visionäre bei der Abstimmung von Politik, Infrastruktur und F&E-Ökosystemen. MCSA-CEO Mzila Mthenjane sagte, dass Modernisierung unerlässlich sei, um die Industrie sicher, gesund, wettbewerbsfähig und lebensfähig zu halten. Die Berichte empfehlen den Abbau bürokratischer Hürden bei Bergbaugenehmigungen und das Anbieten von Steueranreizen für F&E. Eine separate RDI-Umfrage ergab, dass zwischen 2021 und 2023 nur 35 Prozent von rund 60 Unternehmen moderne Technologien einsetzten, wobei die Firmen zögerten, eigene Innovationen zu entwickeln. Ein PwC-Bericht stellte eine langsame KI-Einführung fest, wobei nur 23 Prozent der CEOs ihre KI-Strategie als klar definiert beschrieben. Ausnahmen bilden die SmeltDirect-Initiative von African Rainbow Minerals und die Fernoperationen von Gold Fields in South Deep. Die Berichte fordern eine stärkere öffentlich-private F&E sowie eine bessere Schienen-, Hafen- und digitale Infrastruktur.