Die brasilianische Abgeordnetenkammer hat am Mittwoch einen Gesetzentwurf verabschiedet, der Regeln für die Exploration kritischer Mineralien und Seltener Erden festlegt. Der Text umfasst Anreize in Höhe von 5 Milliarden R$ sowie einen Rat mit Vetorecht bei ausländischen Partnerschaften. Die Abstimmung erfolgte kurz vor einem Treffen zwischen den Präsidenten Lula und Donald Trump.
Der vom Abgeordneten Arnaldo Jardim vorgelegte Gesetzentwurf wurde durch eine symbolische Abstimmung verabschiedet und geht nun in den Senat. Er schafft den Nationalen Rat für die Industrialisierung kritischer Mineralien, der internationale Abkommen blockieren kann, welche die wirtschaftliche oder geopolitische Sicherheit des Landes beeinträchtigen.
Der Text sieht zudem die Einrichtung eines Garantiefonds mit einer anfänglichen Einlage der Bundesregierung von bis zu 2 Milliarden R$ vor. Unternehmen der Branche müssen zwischen 0,3 % und 0,5 % ihres Bruttoumsatzes für Forschung oder diesen Fonds aufwenden.
Die Verabschiedung erfolgt vor dem Hintergrund von Spannungen mit den Vereinigten Staaten. Im April erwarb ein US-Unternehmen die Bergbaufirma Serra Verde für 2,8 Milliarden US-Dollar. Das Projekt sieht zwar kein staatliches Unternehmen vor, wie es einige Mitglieder der PT gefordert hatten, erweitert jedoch die Kontrolle der Exekutive über den Sektor.