Südafrikas verarbeitendes Gewerbe kehrte im April in die Wachstumszone zurück, wobei der Absa Einkaufsmanagerindex auf 52,6 kletterte. Dies markiert das erste Wachstum seit September, nach einem Wert von 49 im März. Die Verbesserung resultierte hauptsächlich aus einer stärkeren Geschäftstätigkeit und neuen Auftragseingängen.
Der Absa Einkaufsmanagerindex (PMI) für Südafrikas verarbeitendes Gewerbe stieg im April auf 52,6 Punkte und lag damit laut den am 4. Mai 2026 veröffentlichten Daten über der neutralen 50-Punkte-Marke. Dieser saisonbereinigte Wert signalisiert erstmals seit letztem September wieder ein Wachstum, nachdem im März ein Wert von 49 Punkten verzeichnet wurde.
Der Anstieg wurde durch ein Plus von 6,7 Punkten beim Index für die Geschäftstätigkeit auf 52,8 vorangetrieben, der damit ebenfalls seit Ende 2025 in den Expansionsbereich zurückkehrte. Die Auftragseingänge erholten sich deutlich, wobei laut Absa ein Teil der Stärke darauf zurückzuführen ist, dass Unternehmen ihre Käufe angesichts erwarteter Preissteigerungen im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt vorgezogen haben.
Der Ökonom Miyelani Maluleke von Absa wies auf die anhaltenden Herausforderungen hin. „Das Umfeld für Hersteller ist heute deutlich schwieriger als noch vor einigen Monaten. Auf der Kostenseite ist es ziemlich offensichtlich, dass der Druck sehr groß ist“, sagte er. Er hob einen signifikanten Anstieg des Teilindex für Inputkosten sowie die jüngsten Ankündigungen des Energieministeriums zu Benzin- und Dieselpreiserhöhungen hervor.
Trotz der Zuwächse bei der Geschäftstätigkeit blieb der Teilindex für die Beschäftigung mit 43,8 im Kontraktionsbereich, was auf Zurückhaltung bei Neueinstellungen hindeutet. Maluleke warnte, dass die Stimmung in den kommenden Monaten unter die 50-Punkte-Marke fallen könnte, da der Nahostkonflikt das globale Wachstum bremsen könnte, auch wenn innenpolitische Infrastrukturreformen einige positive Grundlagen bieten.