Ein ungewöhnlich starkes Beben traf die LKAB-Mine in Malmberget am Weihnachtstag mit 2,7 auf der lokalen Skala des Unternehmens. Die Erschütterungen wurden deutlich in der benachbarten Gemeinde Gällivare gespürt, wo Bewohner bebende Häuser und klapperndes Geschirr meldeten. Die Arbeiten in der betroffenen Hängewand wurden vorläufig gestoppt, bis eine Untersuchung abgeschlossen ist.
Am Weihnachtstag, dem 25. Dezember 2025, kurz vor 14 Uhr wurde ein starkes Beben in der LKAB-Mine in Malmberget bei Gällivare in Norrbotten registriert. Laut LKAB hatte es eine Stärke von 2,7 auf der lokalen Skala des Unternehmens, die für bergbau bedingte Vibrationen angepasst ist und sich von der traditionellen Richterskala unterscheidet. Das seismische Netzwerk der Universität Uppsala meldete eine Stärke von 3,2.
Ulrika Huhtaniska, Pressesprecherin von LKAB, beschrieb das Ereignis als eine der größten bislang gemessenen Vibrationen oder Setzungen. „Es ist eines der größeren seismischen Ereignisse, die wir je hatten“, sagte sie zu TT. Das Beben ereignete sich in der Gunilla-Hängewand, einem Grubenteil, der weder Straßen, Infrastruktur noch Personalbereiche betraf. Dennoch wurden die Erschütterungen stark auf der Oberfläche in Gällivare gespürt, wo Bewohner wie Tim berichteten, dass „Gläser und Teller in den Schränken zu klappern begannen“. Er war im Begriff Schnee zu schaufeln, musste aber stattdessen seine besorgte Tochter beruhigen.
In der Nacht zuvor um 00:13 Uhr traf ein kleineres Beben mit einer Stärke von 1,49 denselben Bereich. LKAB hat die Ladeoperationen in der Hängewand gestoppt, um das Gestein zu stabilisieren, und eine Untersuchung der Ursache eingeleitet. Es wurden keine Verletzungen von Personen oder Sachschäden gemeldet, doch das Ereignis sorgte bei der lokalen Bevölkerung für Besorgnis, die an kleinere Sprengungen gewöhnt ist, aber nicht an solche intensiven Vibrationen.
Die lokale Skala von LKAB dient der genaueren Messung spezifischer Bedingungen im Bergbau, im Gegensatz zur Richterskala, die für natürliche Erdbeben in größerer Entfernung konzipiert ist. Das Unternehmen betonte, dass das Beben keine unmittelbare Gefahr darstellte, hebt aber die Herausforderungen seismischer Aktivitäten in erzreichen Regionen wie Norrbotten hervor.