Die Schauspielerin und Mitgründerin von Grupo Galpão Teuda Bara starb am Donnerstag (25) im Alter von 84 Jahren in ihrer Heimatstadt Belo Horizonte. Die Mitteilung erfolgte durch die Theatergruppe in sozialen Medien, ohne die Todesursache zu nennen. Prominente würdigten die Künstlerin für ihre Vielseitigkeit und komisches Talent.
Teuda Bara, geboren als Teuda Magalhães Fernandes in Belo Horizonte, schuf eine Karriere, die sich dem populären Theater und kulturellem Widerstand widmete. Tochter eines Feuerwehr-Majors und Trombonisten sowie einer Sängerin und Krankenschwester, begann sie mit 30 Jahren im Theater-Journal des Akademischen Direktoriums der UFMG und brach das Studium der Sozialwissenschaften ab, um dem Hippie-Movement und Handwerk zuzuwenden.
1982 gründete sie Grupo Galpão mit Fernando Linares, Antonio Edson, Eduardo Moreira und Wanda Fernandes. Die Gruppe definierte das brasilianische Theater neu, indem sie Zirkus, Musik und klassische Dramatik in Shows wie 'A Rua da Amargura' und 'Um Molière Imaginário' verband und Kunst auf öffentliche Plätze brachte. Bara lehnte in den 1970er Jahren eine Einladung ab, Tänzerin bei Chacrinha zu werden, da sie sich 'zu kommunistisch' fühlte; dieser Vorfall ist in ihrer Biografie 'Teuda Bara - Too Communist to Be a Dancer' detailliert, die vor acht Jahren erschien.
Bis zum Schluss aktiv, trat sie von 2004 bis 2007 beim Cirque du Soleil in Las Vegas auf, kehrte aber nach Brasilien zurück, um die Vitalität des Straßentheaters zu suchen. Ihre letzte Vorstellung war am 13. Dezember 2025 in 'Doida' mit ihrem Sohn Admar Fernandes. Während der Pandemie inszenierte sie mit ihm das virtuelle 'Queria Teatro'. Zu ihren anderen Werken gehören der Film 'O Palhaço', die Telenovela 'Meu Pedacinho de Chão', die Serie von Paulo Gustavo 'A Vila' sowie das Stück 'Nós'.
Grupo Galpão bezeichnete ihren Tod als 'unermesslichen Verlust' und lobte das 'seltenste Licht', das sie verbreitete. Der Schauspieler und Cousin Antonio Grassi trauerte: 'Teuda begann mit mir im Theater in der Aufführung Viva Olégario in Belo Horizonte — eines ihrer ersten Werke. Von da an baute sie eine leuchtende Laufbahn auf, geprägt von szenischer Intelligenz, Mut und einer absolut einzigartigen Präsenz.' Débora Lamm schrieb: 'Unsere kleine Teudinha!! Die Sehnsucht quillt schon über.' Weitere Huldigungen kamen von Kiko Mascarenhas, Matheus Nachtergaele, Chico César, Débora Falabella, Debora Bloch, Alexandre Nero, Mel Lisboa, Patrícia Pillar und Samuel Rosa.
Bara hinterlässt zwei Söhne, André und Admar. Ihre Aufbahrung findet im Palácio das Artes in Belo Horizonte statt, ab 10 Uhr am Freitag (26).